NLA – YES – Die ersten 3 Punkte

Am heutigen Samstag stand das erste Relegationsspiel für die Grün Weissen an. Die Espenfrauen mussten auswärts beim FC Aarau antreten.

Die Brisanz des Spiels merkte man beiden Teams sofort zu Beginn der Partie an,

beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Zweikämpfe wurden hart geführt und die Ballführende wurde sofort unter Druck gesetzt. Bei Balleroberung versuchten die Grün Weissen schnell nach vorne zu spielen, stellten sich jedoch zu ungeschickt bei der Ballverteilung an. Aarau fand schneller die Linie im Spiel und konnte dabei auch in der 14. Minute profitieren. St. Gallens Abwehr war unsortiert und Aarau konnte ihre schnelle Stürmerin geschickt im 16er anspielen. Diese liess sich nicht 2x bitten und schoss den Ball ins St. Galler Gehäuse! 1:0 für Aarau!

So hatten sich die Verantwortlichen des FCSG den Auftakt nicht vorgestellt! In den nächsten 20 Minuten war Aarau klar spielbestimmend. Die Grün Weissen liessen sich zu sehr nach hinten drängen und machten sich durch unnötige Ballverluste in der Abwehr und im Mittelfeld das Leben selber schwer. Aarau hatte deswegen noch eine grosse Torchance, als abermals die schnelle Stürmerin auf das Tor von Studer ganz alleine zulief. Doch Studer zeigte einmal mehr wie gut sie im 1:1 ist und vereitelte diese Aarauer Chance mit Bravour. Die FCSG Frauen fingen sich wieder und nahmen das Zepter wieder in die Hand. So kamen sie vor der Halbzeit nochmals zu einem Eckball. Der Ball wurde von Fehr schön in den 16er rein gehoben und Stäbler profitierte von der Orientierungslosigkeit des Aarauers Keepers und köpfte den Ball über die Linie. 1:1! Das tat gut! Nun war Halbzeit.

Nach dem wärmenden Pausentee begann die Partie wieder bei strömenden Regen. St. Gallen hatte den besseren Start und setzte Aarau ordentlich unter Druck. Immer wieder wurden die schnellen Aussen eingesetzt und die sehr lauffreudige Stürmerin Stäbler ackerte vorne unermüdlich. In der 49. Minute holte sie für die Grün Weissen einen Eckball heraus. Fehr brachte diesen weit in den 16er rein, Iseli verfehlte die Hereingabe, aber Bischof stand am 16er goldrichtig und hämmerte das Leder mit dem linken Fuss in den Winkel. 2:1 für den FCSG! Jawohl!

Die Partie blieb hoch spannend. Aarau versuchte unbedingt den Ausgleich zu erzielen, die Grün Weissen verteidigten den Vorsprung und verlagerten sich aufs Kontern. Je mehr Zeit verstrich, desto hektischer wurde die Partie, beide Teams schenkten sich nichts. In der 85. Spielminute führte ein Konter der Espenfrauen zum erlösenden 3:1. St. Gallen kann sich auf der linken Seite durchsetzen, die Hereingabe erreicht Beerli, diese wird aber noch von 2 Gegnerinnen am Torschuss gestört, den Abpraller kann Riesen aber verwerten. 3:1! Damit ist der Sack zu. Der Jubel beim FCSG Team ist „Riesen“ gross!!!

Nun lassen die Espenfrauen nichts mehr anbrennen, im Gegenteil, Bischof hatte sogar in der 88. Minute nach einer Hereingabe von Beerli das 4:1 auf dem Fuss, trifft den Ball aber nicht richtig.r, Zürcher, Stierli (1. Züger), Notter, Do Sul Almeida, Höltschi, Wagner   die Sieger der ersten Relegationsrunde aufeinander. Nach gut 2 Minuten Nachspielzeit ist der Schlusspfiff und die Grün Weissen jubeln zum ersten Mal in dieser Saison! Endlich die ersten 3 Punkte! Ein gutes Gefühl.

Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es allerdings, Salaorni musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Auf diesem Wege wünschen wir ihr alles Gute und eine schnelle Genesung.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch noch für die unglaublich tolle und stimmgewaltige Unterstützung der FCSG U16 Mädels samt Trainerstaff. Sie haben ebenfalls 90 Minuten alles gegeben!! Vielen Dank für euren super Support!

Ein guter Start in die Relegation, doch noch hat man lediglich die ersten 3 Punkte geholt. Am kommenden Samstag, den 7. Mai 2016 ist dann im heimischen Espenmoos Yverdon Feminin zu Gast. Dort treffen dann die Sieger der ersten Relegationsrunde aufeinander. Die spannende Partie wird um 17.00 Uhr angepfiffen. Auch da würden sich die FCSG Frauen wieder über zahlreiche Unterstützung ihrer Fans freuen.

 

Tore: 14. Höltschi 1:0; 40. Stäbler 1:1; 49. Bischof 1:2; 85. Riesen 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iseli, Baumann, Egger, Riesen, Bischof, Fehr (58. Schweer), Streule (46. Salaorni / 80. Beerli), Stäbler

Aufstellung Aarau: Kohler, Bonito (78. Hediger), Lahmici, Tiller, Jenzer, Zürcher, Stierli (1. Züger), Notter, Do Sul Almeida, Höltschi, Wagner

Verwarnungen: 83. Wagner (grobes Foulspiel), 87. Egger (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 30.04.2016

FCSG Frauen

Bericht: Gesa Jürgens

Die Oberklassen gewinnen souverän (Frauenfussballmagazin Online: 30. April 2016)

Zeitgleich mit der Finalrunde begann heute auch der Kampf um den Ligaerhalt für Yverdon und St. Gallen, respektive den Aufstieg für Derendingen und Aarau. Zumindest in Bezug auf die Resultate, verliefen die Spiele identisch. Beide Nationalliga A-Teams konnten mit 3:1 gewinnen und damit vorlegen.

Chris Blattmann

Der FC Aarau hatte sich viel vorgenommen. Die erste Partie in der Auf-/Abstiegsrunde konnte auf dem eigenen Platz bestritten werden und als Gegner empfing man ein Team, welches in dieser Saison noch keinen einzigen Sieg feiern konnte. Den FC St. Gallen, trainiert vom ehemaligen Aarau-Trainer Beat Naldi. Die Begegnung begann dann auch wie geplant. Bereits nach 13 Minuten konnten die Aarauerinnen durch Julia Höltschi in Führung gehen. Die Gäste benötigten einige Zeit, um ins Spiel zu finden. So erspielten sich die einheimischen gleich mehrere Chancen, welche aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Effizienter war da schon der FC St. Gallen. Fünf Minuten vor der Pause konnte Désirée Stäbler ausgleichen und setzte damit die Basis für den optimalen Start im Unternehmen Ligaerhalt. Nach dem Seitenwechsel wurden die Ostschweizerinnen dominanter und erkannten die Möglichkeiten. Schon nach vier Minuten erhöhte Victoria Bischof auf 1:2. Aarau drängte auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an der Effizienz der gegnerischen Abwehr. Sechs Minuten vor Ende der Partie konnte Nadine Riesen mit ihrem Treffer zum 1:3 alles klar machen. Die in dieser Saison bisher schwächste Offensivabteilung zeigte in Aarau eine wesentlich bessere Leistung und konnte am Ende den ersten Dreier der Spielzeit feiern.

Ebenso wie St. Gallen kämpft mit Yverdon Féminin eine bisher feste Grösse der höchsten Spielklasse um den Verbleib in der NLA. Nach einigen Abgängen, welche nicht adäquat kompensiert werden konnten, rutschte das einzige Team der Westschweiz unter den Strich und wollte sämtliche Kräfte mobilisieren, um den Ligaerhalt zu gewährleisten. Die erste Station war Derendingen Solothurn, das Überraschungsteam der letzten Saison, welches zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die Barrage schaffte. Anders als noch vor einem Jahr, als man ungeschlagen gegen höherklassige Teams antrat, ist sich das Team von Urs Bachmann nun gewohnt, auch einmal zu verlieren. Der dadurch gewonnene Respekt sollte auch die Basis sein, um gegen die Höherklassigen zu punkten. In der ersten Partie ging die Rechnung noch nicht auf. Yverdon konnte bereits in der ersten Halbzeit durch Camille Surdez und Captain Audrey Riat mit 2:0 in Führung gehen. Es hätte durchaus noch schlechter aussehen können, hätte Raemy in der 4. Minute das Tor nicht knapp verfehlt und Martina Rytz im Tor der Solothurnerinnen nicht gleich mit mehreren Paraden ihr Team im Spiel gehalten. So wurde der Kampfgeist der Unterklassigen nach 76 Minuten belohnt, als Corinna Saladin der Anschlusstreffer gelang. Die Hoffnung, zumindest einen Punkt ergattern zu können, schwand aber bereits fünf Minuten später. Mittels Elfmeter erhöhte Riat auf 1:3 aus Sicht der Einheimischen. Damit befinden sich nach der ersten von sechs Partien die beiden Oberklassigen auch über dem Strich. Am kommenden Samstag folgen die ligainternen Duelle. Aarau wird Derendingen Solothurn empfangen, St. Gallen Yverdon Féminin.

Zuletzt fehlte nur ein Quentchen (Tagblatt Online: 29. April 2016)

Morgen starten die NLA Fussballerinnen des FC St. Gallen auswärts gegen den FC Aarau in die Auf- und Abstiegsspiele. Präsidentin Brigitta Mettler  und Trainer Beat Naldi sind überzeugt, das die Spielerinnen den Ligaerhalt schaffen werden.

RAYA BADRAUN

FUSSBALL. In den vergangenen Wochen sprach Präsidentin Brigitta Mettler mit den Spielerinnen des FC St. Gallen. Sie wollte wissen, wie es ihnen geht, wie die Stimmung und Motivation im Team ist. Für die St. Gallerinnen war es keine einfache Zeit. In der regulären Meisterschaft sicherten sie sich lediglich einen Punkt und beendeten die Qualifikation auf dem letzten Rang. «Die Spielerinnen sind frustriert, dass sie nie einen Sieg holen konnten», sagt Mettler. Darunter habe auch das Selbstvertrauen gelitten. Dennoch seien die Fussballerinnen überzeugt, dass sie den Ligaerhalt in den Auf- und Abstiegsspielen schaffen können. Diese Meinung teilen auch Mettler und Trainer Beat Naldi. «Das Team hat seit Saisonbeginn grosse Fortschritte gemacht», sagt Mettler.

Weniger Gegentore erhalten

Das Problem des FC St. Gallen sieht Naldi momentan vor allem in der Offensive. In der Qualifikation erzielte sein Team in 18 Spielen nur zehn Tore. «Viele Spielerinnen fühlen sich im Sturm nicht wohl», sagt der Trainer. Aufgrund des schmalen Kaders ist die Auswahl jedoch beschränkt. Auf der anderen Seite haben die St. Gallerinnen zuletzt weniger Gegentore erhalten als in der Hinrunde. Gegen Staad verloren sie auswärts 0:1. Den Treffer erzielte Sabrina Petriella erst in der 90. Minute mit einem Penalty. «89 Minuten hat St. Gallen top gespielt», sagt Mettler. «Am Ende war es vor allem Pech.» Auch in den anderen Spielen, etwa gegen die Grasshoppers oder gegen Basel, habe am Ende nur ein Quentchen gefehlt. Dort fielen die Gegentore ebenfalls erst in den Schlussminuten. Die Leistungssteigerung hat wohl auch mit der Umstellung des Systems zu tun. Naldi hat alle Positionen neu verteilt – und ist zufrieden mit dem Resultat. Im ersten Auf-/Abstiegsspiel auswärts gegen Aarau müssen die Spielerinnen dies nun noch bestätigen. Anpfiff ist morgen um 18 Uhr auf der Sportanlage Schachen.

Trainerfrage noch offen

Weiter offen ist, ob Naldi Trainer der Frauen des FC St. Gallen bleibt. Die Gespräche finden laut Mettler erst in den kommenden Wochen statt. Sie würde nach mehreren Wechseln gerne auf Kontinuität setzen. Naldi will sich noch nicht konkret zu seinen Zukunftsplänen äussern. Er lobt jedoch das «phantastische Umfeld» in St. Gallen. «Ich arbeite sehr gerne hier.»

 

Beat Naldi Trainer FC St. Gallen Frauen (Bild: Beat Belser)

NLA – und trotzdem erneut eine Niederlage

Im letzten Saisonspiel in der NLA stand für die Espenfrauen mit dem FC Staad das Ostschweizer-Derby an.

Zum Abschluss der Qualifikationsrunde in der NLA wollten die Frauen des FC St. Gallen das Spiel nutzen, um mit einem positiven Erlebnis in die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gehen zu können. Wie schon im Spiel am vergangenen Samstag gegen die Grasshoppers setzte Trainer Naldi auf das 4-1-4-1 System und gab den gleichen elf Akteurinnen nochmals die Chance von Beginn weg aufzulaufen. Wiederum wollte man über Aussen Druck aufbauen und den Gegner erst gar nicht ins Spiel kommen lassen.

So begannen die St. Gallerinnen dann auch damit die Staaderinnen früh in der gegnerischen Platzhälfte zu stören. Die Espenfrauen waren von Beginn an aggressiv in den Zweikämpfen. So kam es auch, dass die Staaderinnen bereits in der 5. Minute einen Freistoss von der rechten Seite treten konnten. Die hohe Hereingabe wurde auf eine alleinstehende Staaderin gespielt, die aus etwa sieben Metern zum Kopfball kam. Nicole Studer im Tor der Gallusstädterinnen zeigte einen mirakulösen Reflex und konnte den gut platzierten Kopfball, den die Meisten der 250 Zuschauern schon im Tor gesehen haben, um den Pfosten lenken. Die St. Gallerinnen konnten sich bei Nicole bedanken, dass sie nicht schon nach wenigen Minuten in Rückstand geraten sind.

Grün-Weiss kam in der 14. Minuten zum ersten Torabschluss. Nach einem Eckball, rollte der Ball zu Rohner, die allerdings zu wenig Druck hinter den Ball bringen konnte und der Abschluss so zur leichten Beute für Lang im Staader Tor wurde. Nun war es ein offener Schlagabtausch. Durch das Hochstehen der St. Gallerinnen konnte Staad immer wieder gefährliche Bälle in die Tiefe spielen. Die schnelle Stilz konnte in der 21. Minuten an die Grundlinie laufen und zurück auf den Fünfer spielen, wo aber Valeria Iseli rechtzeitig vor einer Staaderin klären konnte. In der 24. Minuten war es wiederum Stilz, die nach einem hohen Ball quer durch die St. Galler Hintermannschaft zum Abschluss kam. Studer war zur Stelle.

St. Gallen seinerseits kam selten in den gegnerischen Strafraum. Durch das hohe Pressing zwang man allerdings Staad zu Fehlern. So war es Stäbler, die in der 29. Minute beinahe von einem zu kurz geratenen Rückpass der Staader Innenverteidigerin auf Goalie Lang profitieren konnte. Ansonsten versuchten es die St. Gallerinnen mit Weitschüssen aus dem Mittelfeld durch Fehr und Bischof. Dem Tor am Nächsten kam Streule in der 43. Minute. Ihr Schuss wurde aber noch entscheidend abgelenkt. Danach passierte nichts mehr und beide Mannschaften gingen torlos in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kam Staad etwas besser aus der Pause zurück und hatte bereits in der 48. Minute eine Grosschance. Wie schon in der ersten Halbzeit wurde ein Steilpass in die Schnittstelle der St. Galler Abwehr gespielt. Eine Staaderin konnte von der rechten Seite alleine auf das Tor von Studer losziehen. Der Abschluss landete aber neben dem Pfosten. Glück für die FCSG Frauen!

Die zweite Halbzeit spielte mehrheitlich im Mittelfeld. Durch das frühe Stören auf beiden Seiten, war das Spiel geprägt von vielen Fehlpässen. Beide Teams bekundeten Mühe im Spielaufbau. Ausser ein paar harten Zweikämpfen und den Auswechslungen war auf dem Kunstrasen des Bützels in Staad wenig los.

Als schon alle mit einem torlosen Derby rechneten, stellte sich St. Gallen in der 90. Minute äusserst ungeschickt an. Wieder ein Pass in die Tiefe konnte eine Staader Stürmerin kurz vor der Grundlinie erlaufen, als Iseli angestürmt kommt und diese im Sechszehner von den Beinen holt. Ein klarer Elfmeter, für den sich Sabrina Petriella nicht zwei Mal bitten lies und souverän zum 1:0 Endresultat verwertete. Damit sichert sie ihrem Team den direkten Ligaerhalt.

Einmalmehr ein ganz bitterer Abend für die Espenfrauen. Die Enttäuschung war danach auch spürbar gross. Zu gern hätte man einen Punkt mit in die Hauptstadt genommen. Damit verabschieden sich die Frauen des FC St.Gallen mit nur einem Punkt aus der Qualifikationsrunde der NLA.

Nun heisst es, sich schnell erholen und sich physisch wie auch mental optimal auf die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gegen Yverdon, Aarau und Derendingen vorzubereiten. Der Spielplan wird in den kommenden Tagen vom SFV bekanntgegeben. Das erste Spiel wird am Samstag den 30.04.2016 um 18:00 Uhr in Aarau sein. Dann gilt es für die FCSG Frauen super ernst!

 

 

Tore: 90. Petriella 1:0 (Penalty)

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (72. Wirth), Bischof, Fehr (61.Schweer), Streule (70. Beerli), Stäbler

Aufstellung FC Staad: Lang, Horvat, Schindler, Brunner, Klotz, Thoma R., Trzaskowski (74. Petriella), Thoma A., Stilz, Sallmann, Bisquolm

Verwarnungen: 49. Egger (Ball wegschlagen), 90. Iseli (Foulspiel)

St. Gallen, 20.04.2016

 

Bericht: Patricia Gsell

NLA – Wieder nicht belohnt

Am heutigen Samstag stand das vorletzte Rückrundenspiel der Espenfrauen an. Es ging zu GC nach Zürich.

 

Die Grün Weissen zeigten schon beim Aufwärmen das sie heute von Beginn dagegenhalten wollten. Und so starteten die Espenfrauen sehr gut in die Partie, was wohl auch an der Systemumstellung von Trainer Naldi lag. Diesmal agierten die FCSG Frauen mit einem 4-1-4-1. Man wollte die schnellen Aussen immer wieder schicken und so mehr Druck nach vorne schaffen. Ausserdem sollte eine weitere defensiv agierende Mittelfeldspielerin der Abwehr mehr Stabilität geben.

Die St. Gallerinnen gingen von Beginn an gut zu Werke und so erspielten sie sich in der 5. Minute eine sehr gute Torchance. Nach einem weiten Einwurf von Rohner kann sich Bischof im Strafraum auf der linken Seite durchsetzen und schiebt den Ball auf die mitgelaufene Salaorni, diese schiesst den Ball gekonnt ins GC Tor rein. 1:0 für die FCSG Frauen. Endlich! Das erste Tor für die FCSG Frauen in diesem Jahr!

Bereits in der 9. Minuten hat Salaorni das 2:0 auf dem Fuss. Sie wird super in die Gasse geschickt und läuft alleine auf den Torwart von GC zu. Sie entscheidet sich den Goali zu umspielen, zögert einen Moment zu lange und die Chance ist vertan. Im Gegenzug kommt GC über die linke Seite und kann den Ball in den St. Galler Strafraum Flanken, dort steht am 2. Pfosten eine GC Stürmerin frei und kann den Ball unbedrängt einnetzen. Ausgleich 1:1. Sehr bitter für die St. Gallerinnen.

Dann beruhigt sich die Partie ein bisschen, GC hat mehr Ballbesitz aber die FCSG Frauen stehen gut in der Defensive und kämpfen um jeden Ball. In der 23. Minute spielt GC mal wieder einen langen hohen Ball über die rechte Seite, Caviezel kann den Ball mit dem Kopf nicht abwehren und in ihrem Rücken entwischt die GC Stürmerin. Diese läuft mit dem Ball auf Studer im St. Galler Tor zu, Studer kann den Tunnelversuch abwehren, doch beim Nachschuss ist sie machtlos. 2:1 für GC.

St. Gallen zeigt nach dem Gegentor Moral und kämpft weiter, macht weiter nach vorne Druck und zwingt die Abwehr von GC zu Fehlern. Sie üben auf die GC Abwehr so sehr Druck aus, dass es zu einem Missverständnis zwischen GC Verteidigerin und GC Goali kommt und der Rückpass nicht beim GC Goali landet, sondern im Tor von GC. Ausgleich durch ein Eigentor. 2:2.

Vor der Pause passiert dann nicht mehr all zu viel. Beide Mannschaften egalisieren sich und so geht es mit dem Remis in die Pause.

Nach der Pause machen die FCSG Frauen da weiter wo sie aufgehört haben. Sie sind bissig in den Zweikämpfen, verschieben geschickt und versuchen immer wieder die schnellen Aussen einzusetzen. GC beginnt das Tempo zu erhöhen und versucht durch robustere Spielweise den Espenfrauen den Schneid abzukaufen. Trainer Naldi bringt 3 neue Kräfte und versucht so noch einmal mehr Impulse nach vorne zu geben, denn heute könnte eine Überraschung drin liegen. GC steht hinten sehr wacklig auf den Beinen.

In der 80. Minute wird Beerli freigespielt und zieht mit viel Tempo alleine auf das Tor von GC. Eine Spielerin von GC läuft ihr nach und kann sie an einem kontrollierten Abschluss hindern, der Goali von GC kann den Schuss zum Corner klären. Schade. Die Grün Weissen hätten es verdient gehabt.

GC übernimmt dann in den letzten 10 Spielminuten das Zepter wieder und drückt die Gallusstädterinnen weit in die eigene Hälfte. Man merkt nun den Grün Weissen an, dass ihre Kräfte schwinden. In der 84. Minute passiert ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld und GC nutzt dies eiskalt aus. Eine Spielerin wird links steil geschickt, diese läuft bis zur Grundlinie und passt den Ball quer zu einer Mitspielerin und diese schiebt den Ball ins St. Galler Tor. 3:2 für GC. Danach geht bei den Grün Weissen nichts mehr und sie kassieren in der 86.Spielminute noch das 4:2. Wieder kommt GC über die linke Seite und kann eine Spielerin in die Gasse schicken, diese hat gegen Studer im 1:1 das Nachsehen, aber der Abpraller landet wieder bei einer anderen GC Spielerin und diese macht dann das 4:2. Knockout!

Kurze Zeit später ist das Spiel aus und die FCSG Frauen stehen mal wieder ohne Punkte da. Schade, sehr schade. Heute wäre mehr drin gewesen. Positiv stimmt, dass man sich sehr gute Torchance herausgespielt hat.

Die nächste Gelegenheit es wieder besser zu machen bietet sich den Espenfrauen bereits am kommenden Mittwoch, den 20.4.2016. Die FCSG Frauen sind dann zum letzten Rückrundenspiel um 20.00 Uhr beim FC Staad zu Gast. Derbytime!

 

Tore: 5. Salaorni 0:1; 9. Roscic (Kopftor) 1:1, 23. Müller 2:1, 31. Eigentor Glanzman 2:2; 84. Roscic 3:2; 87. Roscic 4:2.

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (70. Beerli), Bischof, Fehr (60.Schweer), Streule (46. Riesen), Stäbler

Aufstellung GC: Furrer, Wirthner, Glanzmann, Saxer (46.Brandenberger), Ermann (46.Marty), Walker, Roscic, Steinmann, Kalberer (63.Schneider), Berger, Müller

Verwarnungen: 70.Walker (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 16.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

NLA – 1.Halbzeit Hui, 2. Halbzeit Pfui

An diesem Freitag hatten die FCSG Frauen das Team aus Basel zu Gast, gespielt wurde auf dem Rasenplatz im Espenmoos.

 

Das Team um Beat Naldi hatte sich viel vorgenommen. So wollte man den FC Basel etwas ärgern und von Beginn an bissig in die Zweikämpfe gehen, lauffreudig sein, kompakt als Mannschaft immer wieder gut verschieben und dann bei Balleroberung schnell über die Aussen spielen. Die Espenfrauen setzten das auch von der ersten Minute um, sodass Basel sich enorm schwer tat gegen die sehr gut organisiert agierenden Grün Weissen. Denn Basel fand kein Mittel um mal richtig gefährlich vor das Tor von Studer zu gelangen. Je länger die erste Halbzeit dauerte desto mutiger wurden auch die FCSG Frauen. Zwar wurde bei Balleroberung nicht immer der klügste Pass gespielt, aber dennoch konnten sie sich gut gegen den klaren Favorit aus Basel behaupten und zeigten auch im spielerischen Bereich eine Leistungssteigerung. Die FCSG Frauen hätten sogar mit einer 1:0 Führung in die Halbzeitpause gehen müssen. Schweer konnte sich auf der linken Strafraumhälfte gegen 2 Baslerinnen durchsetzen und war nur noch durch ein Foul zu stoppen. Den Freistoss führte sie selbst aus, diesen zog sie lang auf den 2. Pfosten wo er von einer Basler Spielerin nicht gut geklärt wurden konnte, der Abpraller landet genau vor den Füssen von Salaorni doch diese drosch den Ball aus 5 Metern nicht in die Maschen sondern über das Tor! Schade, die FCSG hätten sich diese Führung mehr als verdient gehabt.

So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach der Pause waren die Spielerinnen vom FCSG irgendwie von der Rolle. Basel machte vom Anpfiff weg sehr viel Druck und die Grün Weissen bekamen den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone. Man stand nicht mehr eng an den Gegenspielerinnen dran und auch die notwendige Aggressivität in den Zweikämpfen wurde vermisst. Dann in der 51. Minute greift eine Abwehrspielerin vom FCSG ungeschickt an und Stein vom FC Basel nutzt dies aus und lässt sich theatralisch fallen. Der Schiedsrichter, aus dem Tessin angereist, fällt auf das Schauspiel herein und pfeift Freistoss für Basel, ca. 20 Meter vor dem St.Galler Tor. Rosler lässt sich nicht 2x bitten und versenkt den Freistoss unhaltbar im FCSG Tor. 0:1 für den FC Basel. Wieder müssen die Espenfrauen eine bittere Pille schlucken.

Nach diesem unglücklichen Gegentor versuchen sich die St.Gallerinnen nochmals aufzurappeln und gehen wieder aggressiver zu Werke. Allerdings erhalten ihre Bemühungen in der 68. Minute einen weiteren Dämpfer. Hier kann Szarvas mit dem Ball von der Mittellinie loslaufen und ca. 35 Meter vor dem St.Galler Tor ihren Schuss völlig unbedrängt absetzen. Dieser schlägt wie ein Strich links oben im Gehäuse des FCSG ein. Unhaltbar und ein Sonntagsschuss! 0:2 für den FC Basel. Danach merkt man, das bei den Espenfrauen die Luft raus ist. Sie brauchen ein paar Minuten um sich wieder zu fangen. Doch der FC Basel macht weiter Druck, kann aber die Unkonzentriertheit bei den Grün Weissen nicht nutzen und so bleibt es vorerst beim 0:2!

Danach wird die Partie etwas ruppiger, aber viel passiert nicht mehr. Die Espenfrauen wollen zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, können aber nicht mehr zulegen und die Frauen des FC Basel hätten noch die ein oder andere Chance zum 0:3 gehabt, scheiterten aber am eigenen Unvermögen. So blieb es nach 90 Minuten beim 0:2 für den FC Basel.

Schade ist, das die Gallusstädterinnen die sehr gute Leistung aus der ersten Hälfte nicht auch in der zweiten Hälfte zeigen konnten. Hier gibt es noch Optimierungspotential, dennoch macht die erste Halbzeit Mut für die weiteren Partien.

Aufgrund einer Länderspielpause ruht die Meisterschaft in der NLA wieder für rund 2 Wochen. Die Verantwortlichen vom FCSG und die Spielerinnen werden diese Zeit nutzen, um viele Trainingseinheiten zu absolvieren, damit man für das nächste Meisterschaftsspiel gut vorbereitet ist.

Das nächste Meisterschaftsspiel findet dann am Samstag, den 16. April in Zürich bei GC statt. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

 

Tore: 51. Rosler 0:1; 68. Szarvas 0:2;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Streule (88. Alfaré), Egger, Iseli, Rohner, Beerli, Bischof,Fehr, Riesen, Schweer (73. Wirth), Salaorni

Aufstellung YB Bern: Szöcs, Seljimi, Schürmann, Huber, Liebhart (82. Schlips), Stein (71. Buser), Rosler, Szarvas, Thomas, Aigbogun, Bangerter

Verwarnungen: 67. Fehr (grobes Foulspiel)

 

St. Gallen, 01.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

NLA – Schlechtestes Saisonspiel

Satz mit X das war wohl nix.

Die Gallusstädterinnen reisten an diesem Mittwoch nach Bern. Eigentlich dachte man, dass man gegen einen Gegner antreten würde, der auf Augenhöhe war. Doch nach 4 Spielminuten war dieser Gedanke schon wieder Vergangenheit. Denn da stand es schon 1:0 für YB. Die Grün Weissen wurden von Beginn an kräftig unter Druck gesetzt und mit dem starken Pressing kamen die Espenfrauen einfach nicht zurecht. Sie waren weder mit dem Kopf noch mit dem Körper auf dem Platz und YB machte sich das zu Nutze. YB agierte spritziger, frecher, lauffreudiger, zweikampfstärker und vorallem auch viel ballsicherer. Die St.Gallerinnen bekamen das Spiel überhaupt nicht in den Griff und liefen den YB Spielerinnen nur hinter her.

Zudem kam noch hinzu das man durch 2 frühe Wechsel, bedingt durch Verletzungen, 2 Stammspielerin verlor. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeitpause und die Grün Weissen waren damit noch gut bedient.

In den 2. 45 Minuten wollten die FCSG-Frauen nochmals alles geben. Diesmal standen sie vom Anpfiff weg wesentlich besser, waren auch lauffreudig, vor allem nahmen sie die Zweikämpfe an und waren mit dem Kopf auf dem Platz. Dennoch war gegen YB heute kein Kraut gewachsen. In der 58. Spielminute wurde der Ball von YB weit in Richtung rechte Eckfahne gespielt, die Abwehr von den Grün Weissen wurde überlaufen und eine YB Spielerin spielte den Ball scharf in die Mitte des 16ers und dort konnte die YB Stürmerin den Ball verwerten. 2:0 für YB.

Nun gingen die Köpfe der Espenfrauen wieder nach unten. Nach ein paar Minuten fangten sich die Gallusstädterinnen wieder und probierten nochmals sich gegen diese Niederlage zu wehren, allerdings erwies sich dies als Strohfeuer. Heute ging einfach gar nichts zusammen, sogar die einfachsten Dinge wollten nicht gelingen.

So war das 3:0 in der 83. Minute die logische Konsequenz. YB konnte sich wieder auf der rechten Seite durchsetzen und brachte den Ball gefährlich in den 5er rein, dort spitzelte wieder eine YB Stürmerin den Ball über die Linie.

Zu guter Letzt erzielte YB noch das 4:0 nach einem unnötigen Ballverlust der GrünWeissen an der Mittellinie. YB schaltete blitzschnell um und so lief eine YB Spielerin alleine auf Studer zu und schob den Ball links unten ins Eck.

Nach dem Spiel war die Enttäuschung über die schlechteste Saisonleistung gross. Bleibt zu hoffen, das die Spielerinnen und das Trainerteam über die Osterfeiertage die Köpfe wieder frei bekommen und vorallem diese deftige und klare Niederlage verarbeiten können.

Die nächste Meisterschaftsrunde findet dann am Freitag, den 1. April statt. Die Grün Weissen empfangen dann zum Heimspiel den FC Basel. Anpfiff ist um 20.00 Uhr.

Tore: 4. Erne 1:0; 58. Calligaris 2:0; 83. Calligaris 3:0; 89. Ismaili 4:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (37. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Beerli, Bischof,Fehr(15. Wirth), Streule, Schweer, Salaorni (67. Alfaré)

Aufstellung YB Bern: Oehrli, Abbühl, Schmid, Fasel (55. Ziswiler), Gillmann, Erne (52. Imhof), Widmer, Calligaris, Hamidi, Mehmeti (49. Abdyli)

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 23.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

Foto: Doris Studer

Vorübergehend verbannt (Tagblatt Online: 22. März 2016)

St. Gallens Frauen, Tabellenletzte in der NLA, verlieren gegen den Leader FC Zürich 0:4.

Torhüterin Patricia Gsell, bei St. Gallen eigentlich die Nummer eins, kommt nicht zum Einsatz.

BENI BRUGGMANN

FUSSBALL. «Ich würde gerne spielen.» Vier Worte, ein Herzenswunsch. Patricia Gsell spricht sie vor dem Spiel gegen den FC Zürich aus. Die 26jährige Torhüterin des FC St. Gallen hat als Juniorin bei Schöftland begonnen und dann bei Luwin, heute Luzern, einen Meistertitel und einen Cupsieg erlebt. In den folgenden vier Jahren bei den Grasshoppers feierte sie nochmals einen Cupsieg. Nun hütet sie schon seit fünf Jahren das Tor von St. Gallen. Eigentlich ist sie die Nummer eins.

Die Geschichte beginnt im Dezember 2015. Verantwortliche, Trainer und Torhüterinnen beraten. Nicole Studer, ein Goalietalent, sitzt beim FC Zürich auf der Bank. Sie sucht Spielpraxis beim FC St. Gallen. Die Ostschweizerinnen hätten mit ihren mageren acht Plustoren eher eine treffsichere Stürmerin gebraucht. Aber alle kommen zur Einsicht: «Studer kann uns für diese Saisonhälfte helfen.»

Die Chemie stimmt

So bereiten sich denn Studer, das Talent, und Gsell, die Nummer eins, an diesem Samstagnachmittag im Gründenmoos gemeinsam auf das Spiel gegen Zürich vor. Gsell schiebt den Ball flach aufs Tor, schiesst hoch und flankt von der Seite. Studer hechtet, fängt und faustet. Das Einlaufen verläuft perfekt. «Die Chemie zwischen uns beiden stimmt», sagt Gsell. Nach dem Einlaufen trennen sich die Wege: Studer geht ins geliebte Tor, Gsell auf die verhasste Bank. «Ich würde gerne spielen.» Die verbannte Nummer eins spricht die vier Worte in diesem Moment nicht aus. Aber es gibt auch eine Körpersprache.

Im Spiel beweist Studer ihr Talent. Die Niederlage kann sie aber auch nicht verhindern, Zürich ist die bessere Mannschaft und gewinnt 4:0. «Wir haben defensiv gut gespielt, am Schluss aber hat die Konzentration nachgelassen», sagt sie. Die letzten beiden Tore fallen nach der 80. Minute. St. Gallen ist für die in Embrach wohnende Zürcherin nicht nur geographisch die beste Lösung: «Ich fühle mich hier wohl.» Trainer Beat Naldi charakterisiert sie so: «Ruhig. Strahlt Sicherheit aus. Stark mit dem Fuss. Kommt auch aus dem Tor heraus.» Von Ersatztorhüterin Gsell, die während des Spiels neben ihm auf der Bank sitzt, sagt er: «Sie ist einsatzfreudig, gibt alles, kann motivieren.»

Naldi und Gsell gehörten schon bei Luwin zum gleichen Team. Die Spielerin hat sich vor einem Jahr stark dafür eingesetzt, dass ihr früherer Trainer nach St. Gallen wechselt. Obwohl sie heute mit der Verbannung auf die Bank enttäuscht sein müsste, sagt sie: «Naldi liebt und lebt den Fussball leidenschaftlich. Wir alle wünschen ihm ein Erfolgserlebnis.»

Gsell bleibt St. Gallen treu

Gsell ist in Hirschthal, einer kleinen Gemeinde im unteren Suhrental, ein paar Kilometer von Aarau entfernt, aufgewachsen. An der United School of Sports in Zürich wurde sie während ihrer Zeit bei den Grasshoppers als Kauffrau ausgebildet. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung der ETH Zürich und pendelt zwischen Zürich und St. Gallen. Hier wohnt sie. «St. Gallen ist nicht nur super zum Wohnen, sondern auch eine fussballverrückte Region», so Gsell. Hier will sie bleiben. Studer wird St. Gallen auf absehbare Zeit wieder verlassen. «Ich bleibe in jedem Fall», sagt Gsell. Sie wird wieder die Nummer eins im Tor. Dann muss sie nicht mehr sagen: «Ich würde gerne spielen.»

 

Patricia Gsell (rechts), die abgelöste Nummer eins, wärmt sich vor dem Spiel mit Nicole Studer auf.(Bild: Ralph Ribi)

NLA – FCZ eine Klasse besser

Die Grün Weissen hatten an diesem Samstag keinen geringeren als den souveränen Tabellenführer aus Zürich zu Gast. Die Taktik war klar, so lange wie möglich kein Gegentor zulassen und bei Balleroberung schnell umschalten und selber versuchen ein Tor zu erzielen.

Diese Taktik ging die ersten 30 Minuten auch sehr gut auf. Der FCZ machte das Spiel und zeigte ein gutes Passspiel doch die FCSG Frauen stemmten sich mit allem dagegen was sie aufzubieten hatten. Sie zeigten eine hohe Laufbereitschaft, kämpften um jeden Ball,verschoben geschickt und machten so die Räume sehr eng. Ausserdem konnten sie das eine oder andere Mal nach Balleroberung schnell nach vorne spielen. Bei einer dieser Möglichkeiten konnte Streule nur noch durch ein Foul am Strafraum gestoppt werden. Den Freistoss schoss Stäbler, beim Schuss wehrte eine Zürcher Spielerin den Ball mit der Hand ab, aber leider blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

In der 31. Spielminute tritt der FCZ einen Eckball von der linken Seite. Der hoch in den 16er geschossene Ball findet auf Höhe des 2. Pfostens den Kopf von Keller. Die Kopfvorlage kann dann wiederum freistehend von Ramseier verwertet werden.

0:1 für den FC Zürich. Bitter, dass das Gegentor wieder durch einen Standard gefallen ist. Hier sollte eigentlich eine klare Zuteilung stattfinden.

Danach drückte der FCZ immer mehr und die FCSG Frauen versuchten weiter alles um das zweite Gegentor zu verhindern. Dennoch gelang es Zürich noch vor der Halbzeit auf 0:2 zu erhöhen. Abermals ein Standard. Diesmal ein Freistoss auf der rechten Seite, Höhe 16er. Dieser wird kurz gespielt und die Flanke auf den 2. Pfosten gezogen. Dort kann wiederum eine Spielerin vom FCZ unbedrängt köpfen, Studer im Tor reagiert glänzend und wehrt diesen ab, jedoch steht eine Spielerin des FCZ goldrichtig und legt der mitgelaufenen Mitspielerin auf Höhe Fünfer auf. Diese muss den Ball nur noch einschieben. 0:2 für den FCZ.

Bei diesem Standard hat leider die gesamten Mannschaft der Grün Weissen geschlafen und das bestraft der FCZ natürlich sofort.

Nach dem Pausentee nahm der FCZ das Zepter des Spiels wieder in die Hand. Die Gallusstädterinnen versuchten wieder mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft dem FCZ weg vom eigenen Tor zu halten.

 

Die Zürcherinnen nahmen ein bisschen das Tempo aus dem Spiel, so kam der FCSG doch zu einigen Chancen. So setze sich Schweer nach einem Einwurf auf der rechten Seite geschickt im Strafraum vom FCZ durch und legte den Ball zu Salaorni ab, der Schuss von Salaorni ging knapp am Tor vorbei. Eine andere grosse Chance bot sich Schweer in der 60. Minute. Als ein Missverständnis in der FCZ Abwehr ihr den Ball quasi vor die Füsse spielte. Schweer versuchte den Heber über Friedli, verfehlte aber leider das Tor. Eine weitere sehr gute Chance hätte sich Beerli ergeben, sie wäre alleine mit dem Ball in Richtung Zürchertor gelaufen, wenn der Linienrichter, nicht die Fahnen gehoben hätte. Dabei war sie mind.einen Meter hinter ihrer Gegenspielerin gestartet. Auf der Trainerbank und auf der Tribüne war die Aufregung und das Unverständnis über diese absolute Fehlentscheidung gross!

Danach machte der FCZ dann nochmals Tempo und man merkte, das die Kräfte bei den Grün Weissen schwanden, zum Glück hatte man noch Studer im Tor. Diese zeigte gegen ihre Exmitspielerinnen eine tolle Leistung und konnte mehrmals in Extremis mit Glanzparaden retten. Leider war auch sie in der 80. Minute machtlos. Eine FCZ Spielerin lief alleine auf Studer zu, den Schuss konnte sie noch parieren, doch der Abpraller landete bei einer weiteren FCZ Spielerin und diese köpfte den Ball ins leere Tor.

Weitere drei Minuten später setzte dann Willi auf Seiten des FCZ den Schlusspunkt. Sie war Nutzniesser eines Missverständnisses von Streule und Schweer und konnte den Ball platziert in das linke untere Eck einschieben. Studer war chancenlos.

Somit stand es nach 90 Minuten 0:4 für den FC Zürich. Aus Sicht der St.Gallerinnen war das ein sehr bitterer Abend. Wieder hatte man viel investiert, gekämpft, war viel gelaufen und hatte auch die ein oder andere Torchancen gehabt.

Für das nächste Meisterschaftsspiel müssen die St.Gallerinnen unter der Woche die weite Fahrt nach Bern antreten. Dort spielt man am kommenden Mittwoch, den 23.03.2016 gegen die Young Boys Bern. Anpfiff ist dort um 19.30 Uhr.

 

Tore: 31. Ramseier 0:1; 43. Keller 0:2; 80. Deplazes 0:3; 83. Willi 0:4

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (84. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Riesen (46. Beerli), Bischof (70. Wirth),Fehr, Streule, Schweer, Salaorni

Aufstellung FC Zürich: Friedli, Bernet, Aloi, Fischer, Stierli (66. Lienhard), Keller, Duncan (47. Gut), Ramseier, Terchoun (47. Mauron), Deplazes, Willi

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 19.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

 

U19 – Derbyniederlage

Im ersten von drei Derbys in dieser Rückrunde verlor der FC St. Gallen am Sonntag auswärts in Staad mit 2:0 (2:0).
Nachdem die Meisterschaft bereits letzten Samstag hätte losgehen sollen, das Spiel jedoch dem Wintereinbruch zum Opfer fiel, startete die Meisterschaft gerade mit dem Derby.
Man hat sich einiges vorgenommen, so ging doch das letzte Derby in der Vorrunde knapp und unglücklich verloren.
Dafür wollte man sich revanchieren.
Irgendwie schien die Mannschaft noch nicht ganz angekommen, schon  nach drei Minuten zappelte das runde Leder im Netz der Espinnen, ein zu kurz geratener Rückpass wurde zur Vorlage fürs Heimteam.
Leider rüttelte dieser frühe Gegentreffer die Mannschaft auch nicht wach – man stand ständig viel zu weit vom Gegner weg, spielte sehr ungenaue Pässe und konnte so überhaupt keinen Spielaufbau betreiben.
Nach 17 Minuten musste Tatjana Cataldo bereits zum zweiten Mal hinter sich greifen – den Staaderinnen wurde viel zu viel Platz gelassen, niemand fühlte sich für die ballführende Spielerin zuständig.
Nach diesem Gegentreffer versuchte man, etwas besser dagegenzuhalten, was auch gelang. Aber es blieb weiterhin einfach beim ‚Dagegenhalten‘,  konstruktiv fürs Spiel wurde nichts getan.
Nach dem Seitenwechsel galt es, sich noch einmal zu fangen. Mit einem frühen Anschlusstreffer hätte man Staad nochmals in Bedrängnis bringen können.
Amy Walliser hatte in der 53. Minute die Möglichkeit dazu, sah sich dann aber im 1:1 gegen die Torhüterin als Verliererin. Der darausfolgende Eckball wurde auch zu einer Möglichkeit, der Ball landete jedoch über dem Tor. Die Mannschaft steigerte sich zwar, aber das Spiel plätscherte dahin – das Niveau beider Teams war alles andere als berauschend, und so kam auch nie die richtige Derbystimmung auf.
Bleibt zu hoffen, dass die St. Gallerinnen nun ihren schlechten Tag der Saison eingezogen haben.
Es muss eine deutliche Leistungssteigerung her, will man in den nächsten Spielen punkten.
Über Ostern reist die Mannschaft nach Riva del Garda ins Trainingslager, das nächste Meisterschaftsspiel findet demnach erst am 3. April gegen Derendingen / Solothurn statt. Anpfiff wird um 12 Uhr im Espenmoos sein.

FC Staad – FC St. Gallen 2:0 (2:0)
3. Min. 1:0
17. Min. 2:0

FC St. Gallen:
Tatjana Cataldo, Sina Wirth (55. Min. Janina Dietsche), Lina Caviezel, Ivana Ferramosca, Michelle Wohlwend (46. Min. Nazmiye Özcan), Vanessa Alfarè, Bettina Grob, Debora Musa, Maurine Gübeli (46. Min. Sarah Wittwen), Amy Walliser (67. Min. Anita Hasler), Vera Staub

Verwarnungen:
57. Min. Sarah Wittwen