NLB – weite Reise hat sich gelohnt

Am heutigen Samstag durften die Grün Weissen die weite Reise nach Aire Le Lignon antreten. Ein grosses Problem mussten sie bereits während der Anreise behandeln. Gsell, St.Gallens Torfrau, hatte sich wohl einen Magen-Darm Infekt eingefangen und es war fraglich ob sie überhaupt spielen konnte.

Gsell konnte und biss auf die Zähne. Die Espenfrauen traten von Beginn an entschlossen, motiviert und sehr lauf- und spielfreudig auf. Man konnte meinen, das sie keine 4,5 stündige Carfahrt in den Beinen stecken hatten. So gingen die Grün Weissen forsch zu Werke und konnten bereits in der 4. Minute den ersten Treffer bejubeln. Streule eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Salaorni über die linke Seite steil. Salaorni lief mit dem Ball dem Gegner davon und zog am 16er ab. Der Schuss ging unhaltbar im oberen linken Winkel ins Tor. 0:1 für die Grün Weissen. St. Gallen trat sehr spielstark auf, die Gegnerinnen hingegen fielen nur durch ihre sehr körperbetonte Spielweise auf. Bereits in der 12. Minute konnten die Gallusstädterinnen nachlegen. Egger spielt diesmal Salaorni auf der rechten Seite den Ball in den Lauf und Salaorni zieht mit Tempo in den 16er, umspielt 2 Gegnerinnen und passt dann scharf an den 5er. Dort fälscht eine Gegnerin den Ball ins Tor ab. 0:2 für die Grün Weissen. Das lässt sich gut angehen.

Aire le Lignon agiert nun mit noch mehr Körpereinsatz, man merkt aber das die Espenfrauen durch die schnellen Tore den Westschweizerinnen den Schneid etwas abgekauft haben. In der 14. Minute legen die gut aufgelegten St.Galler Frauen noch eins drauf. Gsell macht einen weiten Abschlag über die rechte Seite, Beerli vorne im Sturm kann den Ball behaupten. Sie sieht das der gegnerische Torwart zu weit vor dem Tor steht und macht einen tollen Heber über die Torfrau in das Tor. 0:3 nach 14. Minuten. Nun wird es eine interessante Partie aus Sicht der Epenfrauen. Aire le Lignon reagiert, wechselt eine 3. Stürmerin ein und stellt hinten auf eine 3er Abwehrkette um. Dadurch werden die Westschweizerinnen aktiver und vorallem auch gefährlicher. Die St.Galler Abwehr um Iseli und Göppel ist nun richtig gefordert, doch sie hält stand. Auch dank einer Glanzparade von Gsell. Bis zur Halbzeit ändert sich nichts mehr.

Nach dem Pausentee sind die Rollen vertauscht. St.Gallen wird von Anfang an in die Defensive gedrängt und die Westschweizerinnen machen ordentlich Druck mit langen Bällen über die Aussen. Jetzt wird es doch sehr brenzlig im St.Galler Strafraum. Die Grün Weissen agieren hier wieder zu zaghaft in den Zweikämpfen und vorallem bringen sie den Ball nicht schnell genug aus der Gefahrenzone.

Und das rächte sich in der 51. Minute. Aire le Lignon kommt zu einem Eckball. Dieser wird weit in den St.Galler 16er geschlagen. Die Espenfrauen können nicht schnell genug klären und so kann die gegnerische Stürmerin den Ball aus 5 Metern ins St.Galler Tor schiessen. Anschlusstreffer, nur noch 1:3.

Nun mussten die Espenfrauen zittern, denn die Westschweizerinnen kamen nun mit noch mehr Druck auf das St.Galler Gehäuse und wollten unbedingt den 2. Treffer erzielen. Die St.Gallerinnen liessen sich zu weit nach hinten drängen und vorallem brachten sie kein eigenes Spiel mehr zu Stande. Nach Balleroberung wurden zwar die beiden Spitzen gesucht, aber die Pässe kamen meist nicht an und auch die Zweikämpfe verlor man zu leicht und man liess den Gegner gewähren, teilweise ohne Gegenwehr. So konnte Aire le Lignon immer wieder den nächsten Angriff starten und kam dem Tor von Gsell gefährlich nahe.

Aber die Grün Weissen fingen sich ab der 80. Minute wieder etwas und versuchten mit schnellen Kontern die Westschweizerinnen zu überrumpeln. Dadurch kam man  auch zu sehr guten Chancen, um den „Sack“ endlich zu zu machen. Beerli, Bischof und Gruber hatten alle die Möglichkeit den 4. Treffer für St.Gallen zu erzielen, doch sie konnten den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Sehr zum Leidwesen der St.Galler Trainer.

So hiess es nochmals alle Kräfte bündeln und den 2 Tore Vorsprung die letzten 5 Minuten zu verteidigen. Und das taten die Grün Weissen mit vereinten Kräften.

Nach 90 Minuten war Schluss und die Espenfrauen haben wieder weitere 3 Punkte auf ihrem Konto.

Nun haben die St.Galler Frauen ein Wochenende spielfrei, bevor es am 29. Oktober mit dem Heimspiel gegen den FC Kloten mit der Meisterschaft wieder weitergeht. Anstoss ist hier dann um 18.00 Uhr.

Tore: 4. Salaorni 0:1; 12. Dulex (Eigentor) 0:2; 14. Beerli 0:3; 51. Sartoretti 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr (48. Gruber), Salaorni, Streule, Beerli (89. Keller)

Aufstellung Aire le Lignon: Cretard, Dulex, Brillantes, Emery (24.Maanane), Steger, Carneiro, Silva (68. Mega), Carneiro (58. Von Potobsky), Rosset, Sartoretti, Jakupi

Verwarnungen: 49. Streule (Reklamieren)

St. Gallen,15.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLB – Ein Sieg für die Moral

Am heutigen Samstag hatten die Espenfrauen das Frauenteam aus Thun zu Gast.

Von Beginn an zeigten die Grün Weissen grosses Engagement, Laufbereitschaft und Wille. Sie drückten dem Spiel sofort ihren Stempel auf und dominierten Thun. So erspielte man sich direkt am Anfang schon die ein oder andere Torchance, doch es dauerte bis zur 16. Minute bis der Ball das erste Mal im Gehäuse von Thun lag. Bischof hatte sich im Mittelfeld den Ball geschnappt, nach einem kurzen Solo Beerli über links in die Tiefe geschickt. Diese passte zielgenau auf Streule am Thuner 16er und diese legte den Ball für Bischof ab. Bischof drosch den Ball mit Kraft in das Tor. 1:0 für die Espenfrauen. Doch postwendend fiel in der 17. Minute aus dem Nichts heraus der Ausgleich für Thun. Man hatte kurz im Mittelfeld nicht genau aufgepasst respektive agierte zu zaghaft im Zweikampf und so kam eine Thunerin frei zum Schuss. Diese hatte gesehen das Gsell etwas zu weit aus dem Tor stand und traf zum 1:1 mit einem Heber in das St.Galler Tor. Davon mussten sich die Gallustädterinnen kurz erholen und so kam Thun etwas besser in das Spiel. Sie versuchten immer wieder mit langen Bällen ihre Stürmerinnen anzuspielen. Wurden aber dem St.Galler Tor nicht mehr gefährlich. Die Grün Weissen fingen sich nach ein paar Minuten wieder und erspielten sich wieder mehr Chancen. Eine davon konnte Beerli verwandeln, allerdings hatte der Schiedsrichter hier eine Abseitsposition gesehen.

So blieb es beim 1:1 bis zur Pause.

Nach der Pause wollten die St.Gallerinnen das Tempo noch verschärfen und Thun weiter unter Druck setzen. Das klappte auch sehr gut, allerdings pfiff der schwache Schiedsrichter fast jeden Zweikampf ab und vorallem erstaunlicher weise fast immer gegen die Grün Weissen. Das liess natürlich die Emotionen hoch kommen. Als dann auch noch in der 59. Spielminute Thun zur 1:2 Führung traf, war die Moral der Grün Weissen gefragt. Der Treffer kam wieder aus dem Nichts heraus. Thun gewinnt an der Mittellinie den Zweikampf, spielt einen weiten Ball ins Zentrum. Göppel klärt nach links aussen, doch dort ist eine Thunerin frei und zieht mit dem Ball und viel Tempo alleine richtig St.Galler Tor. Der Schuss geht rechts unten ins Eck, keine Chance für Gsell. Nun zeigten die Espenfrauen was in ihnen steckt. Man konnte es bis auf die Trainerbank spüren, jede einzelne kämpfte, lief, ging in die Zeikämpfe und vorallem spielten die Grün Weissen sehr gute Kombinationen und kamen dadurch zu hochkarätigen Ausgleichsmöglichkeiten.

So hatte Beerli 2x den Ausgleich auf dem Fuss, konnte aber die Chance leider nicht verwerten. Aber die Grün Weissen machten einfach weiter und liessen sich nicht beirren. In der 77. Minute bekamen die Espenfrauen einen Freistoss ca. 20 Meter vor dem Thuner Tor zugesprochen. Streule fackelte nicht lange und hämmerte diesen gekonnt unter die Latte. Ausgleich. 2:2.

Aber die Gallustädterinnen hatten noch nicht genug, sie wollten nun die 3 Punkte holen und schalteten nochmals einen Gang höher und steigerten so den Druck auf Thun enorm.

In der 90+1. Minute wurden sie dann endlich belohnt. Streule schlug einen Eckball in den Thuner 16er, Thun konnte nicht richtig klären, der Ball kullerte am Fünfer genau vor die Füsse von Bischof und diese liess sich nicht 2x Bitten und zog ab. Genau unter die Latte ins Thuner Tor. 3:2 für den FC St.Gallen und der Jubel war gross. Danach war Schluss.

Das war ein wichtiger Sieg für die Moral und man konnte sehen was in dieser Mannschaft alles drin steckt. Leidenschaft, Wille, Teamgeist und der Glaube an sich selbst.

Diese Eigenschaften gilt es nun mitzunehmen in das nächste Spiel. Das bestreiten die Grün Weissen am kommenden Samstag, den 15. Oktober in Aire-le-Lignon. Anstoss ist dort um 20.30 Uhr.

Tore: 16. Bischof 1:0; 17. Hug 1:1; 59. Bodenmann 1:2; 77. Streule 2:2; 90+1. Bischof 3:2

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann,Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr, Salaorni (78.Gruber), Streule, Beerli,

Aufstellung Thun: Teuscher, Getzmann, Hug, Gerber, Häsler, Castignetti, Thomann, Fritschi (62. Motta); Gnägi, Dubach (54. Bodenmann), Schenk

Verwarnungen: keine.

St. Gallen, 08.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLB – Rabenschwarzer Tag erwischt

Am heutigen Samstag machten sich die Grün Weissen auf nach Aarau. Dort erwartete man ein technisch gutes, aggressives Team auf dem kleinen dunklen Kunstrasenplatz.

In den ersten 5 Minuten war die Partie recht ausgeglichen und die Espenfrauen kamen gut in die Partie. Ab der 8. Minute begann der Rabenschwarze Tag. Hier verlieren die Grün Weissen einen Zweikampf im Aussenmittelfeld, Aarau schlägt darauf einen weiten Ball ins rechte vordere Angriffsfeld. Dort gewinnt die Aarauer Stürmerin ebenfalls den Kampf um den Ball, spielt einen Querpass in den 16er und dort kann die andere Aarauer Stürmerin den Ball unbedrängt verwerten. 1:0 für den Gastgeber. Hier sah die gesamte Defensivarbeit der St.Galler Frauen ganz schlecht aus. Und das sollte nicht das letzte Mal so sein. Bereits in der 20. Minute kann Aarau nachlegen. St.Gallen macht nach vorne Druck, Aarau befreit sich mit einem weiten Ball. Dieser landet im linken Mittelfeld. Von dort wird die flinke Aussenläuferin mit einem Pass genau in die Schnittstelle lanciert. Riesen ist im Laufduell auf gleicher Höhe. Gsell kommt aus ihrem Tor, gibt das Kommando das sie den Ball hat, doch die Aarauer Spielerin spitzelt ihr den Ball vor den Händen weg, zu einer weiteren Mitspielerin und diese braucht nur noch den Ball ins leere Tor zu schieben. 2:0 für Aarau nach 20 Minuten. Das haben sich die Grün Weissen aber anders vorgestellt.

Man wollte eng an dem Gegnern dran sein, sie schnell unter Druck setzen mit gesunder Aggressivität. Aber die Gallusstädterinnen kommen überhaupt nicht in Tritt. Sind immer einen Schritt zu spät, verlieren zu schnell wieder den Ball und vorallem haben sie bei fast jedem Zweikampf das Nachsehen. In der 30. Minute fällt das 3:0 für Aarau. Die Aussenläuferin auf der linken Seite wird wieder angespielt. Sie will in den St.Galler 16er Flanken, doch sie trifft den Ball nicht richtig und die verunglückte Flanke landet direkt im langen Eck im Tor von Gsell. Bitter, einfach bitter. Jetzt sind die Grün Weissen bedient und es geht gar nichts mehr. In der 38. Minute lassen die Espenfrauen sogar mit sich Katz und Maus spielen. Der Gegner lässt den Ball zirkulieren und die St.Galler Frauen laufen hinter her. Bis eine Aarauerin freigespielt wird, diese zieht aus ca. 25 Metern unbedrängt ab und trifft in den linken oberen Winkel. 4:0 für Aarau. Die Grün Weissen haben im Moment nichts entgegen zu setzen. Sie sind einfach geschockt und agieren nur noch gehemmt.

Dann ist endlich Pause.

Trainer Jud appellierte in der Pause an die Spielerinnen, das es jetzt nochmals 45 Minuten gibt und man immer noch kämpfen kann. Und das war auch die Vorgabe für die 2. Halbzeit. Die ersten 45 Minuten abhaken, das Kämpferherz auspacken und es nochmals probieren, es besser zu machen.

Doch kaum ist die 2. Halbzeit angepfiffen, schlägt Aarau schon wieder zu. In der 48. Minute wird die Stürmerin von Aarau mit einem weiten Ball im St.Galler 16er angespielt, kommt frei vor Gsell zum Abschluss und knallt den Ball unter die Latte. 5:0 für Aarau. Nun ist die Motivation aus der Halbzeitpause wieder verpufft. Doch die Grün Weissen rappeln sich nochmals auf und kommen wieder besser ins Spiel. Sie erspielen sich eine gute Chance um das Ehrentor zu erzielen. Aber der Schuss von Gruber landet leider nur am Pfosten. Danach nimmt Aarau das Tempo etwas raus, bleibt aber immer bei Ballgewinn brandgefährlich. Die Grün Weissen versuchen hinten das Tor so gut es geht weiter zu verteidigen und probieren weiterhin vorne den Ehrentreffer zu schiessen. In der 80. Minute erhöht Aarau noch auf 6:0. Aarau kann sich im Mittelfeld durchsetzen, spielt ihre Stürmerin den Ball in den Lauf und diese läuft alleine auf Gsell zu. Diese schiesst an Gsell vorbei, der Ball springt vom Pfosten zurück ins Feld, die Stürmerin reagiert am schnellsten und drückt den Ball über die Linie, sodass Gsell und Co das Nachsehen haben.

Danach passiert nicht mehr viel. Für die Grün Weissen ist dieser Tag ein Rabenschwarzer Tag gewesen. Heute hat gar nichts gestimmt und auch nichts geklappt. Fast alle Spielerinnen blieben unter ihrem Leistungsniveau und auch die Kampf und Laufbereitschaft blieb heute eher mau. Ist zu hoffen, das sich die Espenfrauen von der doch sehr heftigen und schmerzhaften Niederlage schnellstmöglich wieder erholen und sich an der Ehre gepackt fühlen. Denn eigentlich können sie es viel besser…..

Die nächste Gelegenheit das zu zeigen, bietet sich am Samstag, den 08. Oktober. Dann ist das Frauenteam aus Thun zu Gast im Espenmoos.

Anstoss ist um 18.15 Uhr.

Tore: 8. Gloor 1:0; 20. Henzi 2:0; 30. Henzi 3:0; 38. Jenzer 4:0; 48. Höltschi 5:0; 80. Höltschi 6:0

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann,Egger, Göppel, Riesen, Sutter(58.Gruber), Bischof, Fehr (74. Keller), Salaorni (40.Koretic), Streule, Beerli,

Aufstellung FC Aarau: Schneider, Stierli, Lahmici, Tiller (70. Büchi), Notter, Bühler, Villiger (81. Teuté), Jenzer, Henzi, Höltschi, Gloor (85. Amoros)

Verwarnungen: keine.

St. Gallen, 01.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLB – 1. Niederlage in der Meisterschaft

Am gestrigen Mittwoch durften die Grün Weissen zu Hause gegen den FC Schlieren antreten.

Auf dem tiefen Naturrasen im Gründenmoos taten sich beide Teams zu Anfangs etwas schwer. Nach ein paar Minuten abtasten, kam Schlieren besser ins Spiel und setzte des Öfteren die schnellen Stürmerinnen ein. St.Gallens Abwehr war zu dem Zeitpunkt nicht sattelfest und liess die ein oder andere Torchance durch Abstimmungsprobleme entstehen. Doch Zählbares kam für Schlieren noch nicht dabei heraus. Die Grün Weissen hingegen fanden nach rund 15 Minuten in das Spiel

und konnten nun die Partie etwas offener gestalten. So kamen die Gallustädterinnen zu einer guten Gelegenheit, als Salaorni auf dem rechten Flügel in den Lauf geschickt wurde. Ihre scharfe Hereingabe verpasste Beerli um Zentimeter. Das war aber vorerst die einzig nennenswerte Chance für die Espenfrauen.Danach war es mehr der Gast, der den Ball behauptete und das Tempo des Spiels bestimmte. Die St.Galler Frauen waren in den Zweikämpfen einen Schritt zu spät und verloren wiederum im Mittelfeld zu schnell die Bälle. Schlieren schaltete gut und schnell um und blieb so immer gefährlich. In der 38.Minute gelang es aber den Grün Weissen im Mittelfeld den Ball zu erobern und dann spielten sie blitzschnell in die Gasse und Beerli war es die diesen Ball erlief und alleine auf die Torfrau zulief. Den Ball versenkte sie souverän im linken Eck. 1:0 für die Grün Weissen. Den Spielverlauf etwas auf den Kopf gestellt, aber das war ja egal. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Nach der Pause wollten die Grün Weissen dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Was leider nicht gelang. Denn Schlieren hielt sofort dagegen und war einfach in den Zweikämpfen präsenter und vorallem auch stärker. In der 48. Minute wurde die Stürmerin von Schlieren durchs Mittelfeld zentral angespielt, die Espenfrauen waren einen Moment unachtsam und schon entwischte die Stürmerin der St.Galler Abwehr. Im 1:1 hatte Gsell keine Chance. Somit glich Schlieren aus. Nun wurde das Spiel etwas ruppiger, auch weil zu weiten Teilen der sehr schwache Schiedsrichter viele Fouls durchgehen liess und zum Teil sehr fragwürdige Entscheidung traf, welche zumeist zu Lasten der St.Gallerinnen gefällt wurden.Dennoch versuchten die Grün Weissen weiter das 2. Tor zu erzielen. In der 58. Minute bot sich eine tolle Gelegenheit. Beerli setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Salaorni mustergültig am 5-Meterraum. Diese hielt den Fuss in den scharf geschossenen Pass, doch Schlierens Torfrau war zur Stelle und konnte den Schuss parieren.

In derselben Minute profitierte Beerli von einem gegnerischen Fehlpass, sah das die Torfrau zu weit vor dem Tor stand und hämmerte den Ball ins obere rechte Eck. 2:1 für die Grün Weissen.

Doch die Freude währte nicht lange. In der 62. Minute wird Mijovic im St.Galler Strafraum angespielt lässt 3! Grün Weisse Spielerinnen aussteigen und schlenzt den Ball ins lange obere linke Eck. 2:2. Danach schwächte sich St.Gallen selber. Iseli bekam in der 68. Minute aufgrund eines Foulspiels die gelbe Karte. 2 Minuten später machte der Schiedsrichter wieder eine fragwürdige Entscheidung gegen die Grün Weissen. Mehrere St.Gallerinnen protestierten lautstark, aber es war Iseli, die die 2. Gelbe Karte wegen Meckern sah. Somit mussten die Espenfrauen rund 20 Minuten zu 10. weiterspielen. In der 75. Minute müssen die unterzähligen St.Gallerinnen den 3. Gegentreffer hinnehmen. Die linke Aussenläuferin von Schlieren gewinnt das Laufduell gegen Egger und kann alleine auf Gsell zu laufen. Der Schuss geht in die linke kurze Torwartecke, knallt an den Innenpfosten und dann ins Tor. 2:3 für Schlieren.In der Schlussphase der Partie probieren die Grün Weissen nochmals alles und werfen alles nach vorne, spielen hinten nur noch mit einer 3er Kette. Aber leider führt auch das zu keinem Erfolg. Somit müssen sie die erste Niederlage in der Meisterschaft einstecken. Bitter zudem ist, dass Iseli nun wohl für eine Partie gesperrt ist.

Lange Zeit zum Nachdenken über diese Niederlage haben die Frauen des FC St.Gallen nicht.

Das nächste Spiel der Gallusstädterinnen findet bereits am Samstag, den 01. Oktober 2016 in Aarau statt. Anstoss ist dort um 18.30 Uhr.

Tore: 38.Beerli 1:0; 48. Miotti 1:1; 58. Beerli 2:1; 63. Mijovic 2:2; 77. Rohr 2:3

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Fehr (78. Gruber), Salaorni, Bischof, Streule, Beerli

Aufstellung FC Schlieren: Eigenmann, Dreyer, Seiler, Schürmann, Jordi (77. Durmic), Conte (76.Blank), Winter, Radulovic, Straub (55. Rohr), Mijovic, Miotti

Verwarnungen: 68. Iseli (grobes Foulspiel), 70. Iseli (Meckern), 90+2. Miotti (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 29.09.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLB – im Cup ausgeschieden

Am heutigen Samstag bestritten die Grün Weissen die 2. Cuprunde gegen den SC Solothurn Derendingen, ein NLA Verein. Somit hatten die Espenfrauen Heimspiel.

Man wollte von Beginn an in der Abwehr Entschlossen agieren, im Mittelfeld zielstrebig nach vorne spielen und im Sturm Mut zum Risiko zeigen. Doch vom Anpfiff an war es Derendingen die das Spiel diktierten und die St.Galler Abwehr ein ums andere Mal in Bedrängnis brachten. Die Gallusstädterinnen verloren viel zu schnell den Ball im Mittelfeld und Derendingen nutze dies jeweils gut aus; indem sie blitzschnell umschalteten und ihre Flügelspielerinnen mit langen Bällen in der Tiefe in Szene setzten. Die Grün Weissen liefen dann immer dem Ball hinterher. Und so kam es wie es kommen musste. In der 20. Minute wurde Keller auf der linken Seite überlaufen und die Flügelspielerin von Derendingen konnte unbedrängt einen Querpass auf ihre mitgelaufene Stürmerin im St.Galler 16er spielen. Diese musste nur noch den Fuss rein halten und schon lag der Ball im St.Galler Gehäuse. Das 0:1 änderte leider nichts an der sehr passiven und fehlerhaften Spielweise des St.Galler Mittelfeldes. Streule und Beerli im Sturm versuchten die Abwehr von Derendingen mit viel Laufarbeit zu Fehlern zu zwingen, aber diese liessen sich nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, Derendingen drehte weiter auf und kam noch zu der ein oder anderen Möglichkeit, konnte den Score aber nicht erhöhen. So ging es mit dem 0:1 in die Halbzeit.

In den 2. 45 Minuten zeigten die Espenfrauen von Beginn an, das sie es eigentlich besser machen können. Auch dank einer Umstellung im Mittelfeld, Beerli ging zurück auf die 10ner Position und brachte so mehr Stabilität in St.Gallers Zentrale. Sie agierten wesentlich aggressiver in den Zweikämpfen und verloren vorallem den Ball nicht so schnell. So kamen sie zu mehr Chancen und das Spiel wurde ausgeglichener. Derendingen verlegte sich aufs Kontern und spielte kaum mehr mit. Die Grün Weissen nahmen noch 3 Wechsel vor um doch noch zum Ausgleich zu kommen und vorallem Gruber fiel im Sturm positiv auf. Sie lief enorm viel, war immer anspielnbereit und sorgte für die ein oder andere Gefahr im Strafraum des SC Derendingen. Ein gute Gelegenheit bot sich Beerli in der 70. Minute. Sie schoss einen Freistoss aus ca. 25 Metern direkt auf das Tor, doch die Torfrau von Derendingen konnte den gut getretenen Freistoss gerade noch an die Latte lenken. Der darauffolgenden Eckball brachte keine Gefahr.

Streule hatte in der 80. Minute ebenfalls noch eine gute Gelegenheit, wieder durch eine Standardsituation. Ca. 20 Meter vor dem Tor trat sie den Freistoss und zielte direkt auf das Tor. Aber der Schuss wurde von einer in der Mauer stehenden Spielerin von Derendingen abgefälscht. Auch hier brachte der Eckball nichts ein.

Von Derendingen kam in der 2. Halbzeit fast gar nichts mehr. St.Gallen war die ganze 2. Halbzeit am Drücker, konnte aber das 1:1 nicht erzielen.

In der 89. Minute tankte sich Beerli auf der linken Seite nochmals durch,lief in den 5er und passte gut in den Rücken der Derendinger Abwehr. Doch leider verpassten Streule, Gruber und Azizi die Hereingabe und so blieb es beim 0:1.

Danach war Schluss.

Somit ist die diesjährige Cuprunde der Grün Weissen beendet. Nun gilt es sich wieder auf die Meisterschaft zu konzentrieren. Denn bereits am kommenden Mittwoch, den 28.09.2016 geht es dort mit einem Heimspiel gegen Schlieren weiter.

Das Spiel findet im GRÜNDENMOOS statt. Anstoss ist um 20.00 Uhr.

Tore: 20.Kohler 0:1;

Aufstellung FCSG Frauen: Koretic, Iseli, Göppel, Baumann, Keller (46. Gruber); Fehr, Grob, Sutter (82. Weh); Salaorni (72. Azizi); Streule, Beerli

Aufstellung Derendingen:  Honegger, Hawker, Müller, Vögeli, Kley, Gianforte, Kohler (67. Grob); Trutmann, Zahno, Hager (89. Derungs); Saladin

Verwarnungen: 62. Beerli (Trikot ziehen); 79. Fehr (grobes Foulspiel); 80. Müller (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 24.09.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLB – 2. Sieg in der Meisterschaft

Am heutigen Samstag reisten die Espenfrauen zum FC Therwil, Nähe Basel.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begannen die Grün-Weissen hochkonzentriert und gingen schon in der ersten Spielminute durch einen Weitschuss von Beerli mit 1:0 in Führung. Salaorni hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und bediente die völlig freistehende Beerli. Diese zog aus 17 Metern ab und der Ball zappelte im Netz.Therwil tat sich schwer ins Spiel zu finden und St. Gallen verteidigte gut. Doch in der 10. Minute bekam Therwil einen Eckball zugesprochen. Dieser wurde auf den ersten Pfosten gezogen, Salaorni konnte nur ungenügend klären, zudem verlor Iseli noch ihr Kopfballduell und der Ableger landete vor den Füssen einer Therwiler Spielerin und diese drosch den Ball ins St.Galler Gehäuse. 1:1.

Jetzt wurde die Partie lebendiger und die Torszenen häuften sich auf beiden Seiten.  Die Grün Weissen spielten schnell und geschickt in die Tiefe und auch Therwil zeigte ein gepflegtes Passspiel und kam dadurch auch des Öfteren gefährlich vor das Tor von Gsell. Nach einem Eckball für St.Gallen kann Therwil den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen. Salaorni holt sich den Ball und legt ab zu Streule. Diese zögert nicht lange und zieht aus 17 Metern direkt ab. Der Ball landet im rechten Winkel. 2:1 für St.Gallen. Danach egalisieren sich die beiden Mannschaften ein bisschen und es spielte sich viel im Mittelfeld ab. Die Espenfrauen versuchen weiterhin nach Balleroberung schnell umzuschalten. Dies gelingt hervorragend in der 30. Minute. Egger erobert im Mittelfeld den Ball, spielt ihn auf Bischof. Diese treibt den Ball mit hohem Tempo ein paar Meter weiter und spielt dann einen herrlichen Pass in die Schnittstelle der Therwiler Abwehr. Beerli erläuft sich den Ball, schiesst am Goali vorbei Richtung Tor. Der Ball geht an den Pfosten, doch Beerli ist wieder zur Stelle und kann den Ball aus 5 Metern ins leere Tor einschieben. 3:1.

Danach wird die Partie etwas hitziger und körperbetonter. Therwil drückt auf den  Anschlusstreffer, doch die Gallusstädterinnen halten stark dagegen, lassen aber ein bisschen die Aggressivität in den Zweikämpfen vermissen. Am Ergebnis ändert sich vor der Pause nichts mehr. Pausenstand 3:1 für die Grün-Weissen.In der Pausenansprache appelliert Trainer Jud nochmals an die Mannschaft, die Zweikämpfe wieder beherzter anzugehen und gegen die arg körperbetonte Spielweise der Therwilerinnen dagegen zu halten.

Leider kommen die Grün Weissen nach der Pause nicht so gut in Tritt und auch die Zweikämpfe werden noch nicht so geführt wie vom Trainer gefordert. Dadurch wird Therwil wieder stärker und so gelingt es Therwil in der 54. Minute den 2:3 Anschlusstreffer zu markieren.

Was war passiert? Mehrere Zweikämpfe im Mittelfeld wurden zu zaghaft geführt, Therwil kann unbedrängt ihre rechte Aussenläuferin in Szene setzen,diese zieht in den St.Galler Strafraum und legt auf die mitgelaufene Stürmerin quer, welche den Ball links unten im Tor von Gsell versenkt.

Nun aber sind die Espenfrauen durch den Anschlusstreffer wieder aufgewacht und zeigen wieder mehr Laufbereitschaft und vorallem auch Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen. Sie halten nun stark dagegen und spielen immer wieder gefährliche Bälle in die Schnittstellen der Therwiler Abwehr. In der 64. Minute schlägt Fehr aus dem Mittelfeld den Ball von halblinks über die aufgerückte Therwiler Abwehr. Im Laufduell mit ihrer Gegenspielerin ist Beerli cleverer und behauptet den Ball. Sie sieht das die Torfrau zu weit vor dem Tor steht und überlistet diese mit einem schönen Heber. 4:2 für St.Gallen. Eigentlich hätte man denken können das die Partie nun zu Gunsten der Grün Weissen entschieden ist, aber Therwil gibt nicht auf. Die Espenfrauen stehen gut in der Defensive und bleiben Vorne weiter gefährlich. In der 74. Minute sind die St.Gallerinnen wieder gefährlich im Therwiler 16er. Die ballführende Streule wird dort von einer Therwiler Spielerin zu Boden geschubst, die Schiedsrichterin pfeift und gibt Elfmeter. Streule tritt selbst an und verwandelt den Elfmeter gekonnt links unten. 5:2.Nun ist die Partie entschieden. Therwils Trainerin versucht nochmals ihre Mannschaft anzutreiben aber die Spielerinnen müssen den heissen Temperaturen und der körperbetonten Spielweise Tribut zollen. Und ausserdem stehen die St.Gallerinnen wieder sehr gut in der Defensive, denn die 3 Punkte lassen sie sich nicht mehr nehmen. Gemeinsam agieren die Gallusstädterinnen sehr clever und lassen nichts mehr anbrennen.

So bleibt es nach 90 Minuten beim verdienten 5:2 für St.Gallen.

Das nächste Spiel der Gallusstädterinnen findet erst wieder in 2 Wochen statt. Am Samstag, den 24.09.2016 trifft man in der 2. Cuprunde auf den FC Derendingen/Solothurn (NLA). Das Spiel findet im heimischen Espenmoos um 18.00 Uhr statt.

Tore: 1. Beerli 0:1; 10. Hügin 1:1; 18. Streule 1:2; 30, Beerli 1:3; 54. Hertig 2:3; 64. Beerli 2:4; 74. Streule 2:5 (P)

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Fehr (76. Keller), Salaorni (80. Gruber), Bischof, Streule, Beerli (87. Sutter),

Aufstellung FC Therwil: Roth, Garrab, Ackermann, Greuter, Hinnen, Meyer, Hügin, Mathys, Vigliano, Hertig, Frangouli

Verwarnungen: keine

St. Gallen, 10.09.2016

Bericht: Gesa Jürgens

 

NLB – Hartumkämpftes Remis

Am heutigen Samstag hatten die Espenfrauen das erste Heimspiel in der NLB. Zu Gast waren die Femina Kickers aus Worb. Ein starkes Kaliber.

Die Grün Weissen legten gut los und übten immer wieder Druck auf die Abwehr von Worb aus. So kamen sie bereits in der 9. Minute zu einer grossen Torchance. Fehr wurde auf der linken Seite gut angespielt, zog in den 16er und flankte auf die mitgelaufene Streule. Diese konnte den Pass nicht verwerten aber Beerli war beim 2. Ball parat, doch ihr Schuss wurde vom Torwart abgewehrt. In der 18. Minute setzte die gesamte St.Galler Offensive die Abwehr von Worb unter Druck und von einem zu kurz geratenen Pass der Torfrau zur Abwehrspielerin profitierte schliesslich Streule. Diese liess sich nicht 2x Bitten und nahm das Geschenk an und schoss den Ball mit links in das leere Tor. 1:0 für die Espenfrauen. Allerdings kassierte man postwendend den Ausgleich. Nach dem Anstoss spielte Worb den Ball schnell und lang über die linke Seite, St.Gallens Hintermannschaft war noch unsortiert, sodass die Worber Aussenläuferin ungehindert den Ball in den 16er Flanken konnte, wo eine Stürmerin den Ball unbedrängt im St.Galler Gehäuse versenkte. 1:1. Das war bitter, denn bis dahin waren die Grün-Weissen das bessere Team. Die Gallusstädterinnen brauchten ein paar Minuten um sich davon zu erholen und konnten sich bei Gsell bedanken, die eine 1:1 Situation hervorragend parierte.

Worb hatte durch den Ausgleich mehr Selbstvertrauen und wurde von Minute zu Minute stärker. Doch auch die Grün Weissen setzten die Worberinnnen durch sehr gute Laufarbeit und sehr gutes Zweikampfverhalten unter Druck. In der 30. Spielminute setzen die Espenfrauen wiedermal die gesamte Worber Abwehr unter Druck und der verunsicherte Goali kann den Ball nur ungenau mit dem Fuss klären. Der Ball landet direkt bei Streule, diese ist bekannt für ihren starken Schuss und setzt diesen auch ein. Der Schuss von Streule schlägt oben rechts im Winkel ein. 2:1 für die Grün-Weissen. Nun ist St. Gallen wieder oben auf, doch die ein oder andere Chance wird nicht genutzt und so kann Worb sich wieder fangen und beginnt wieder das Zepter der Partie in die Hand zu nehmen. Die St.Gallerinnen haben teilweise Probleme die schnelle und ballsichere Michel, welche die gesamte Offensive von Worb dirigiert, in den Griff zu bekommen. Immer wieder schickt diese ihre Mitspielerinnen in die Gasse.

Aber die Espenfrauen gehen mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeit. Nach dem Pausentee wollen die Grün-Weissen schnell das 3. Tor erzielen, aber Worb hält stark dagegen und es entwickelt sich ein munteres Hin und Her.

Leider ist es Worb vorbehalten, den ersten Treffer nach der Halbzeit zu erzielen. In der 58. Minute wird der Ball von Worb nach einem Freistoss halblinks, lang in den St.Galler 16er geschlagen. Am 2. Pfosten steht Worbs quirlige Stürmerin und kann den hohen Ball unbedrängt in das St.Galler Tor köpfen. 2:2. Hier stimmte Zuordnung auf Seitens der Espenfrauen leider gar nicht. Jetzt war die Moral der Espenfrauen gefragt und sie investieren wieder viel in das Spiel und kommen durch 3 Standards dem 3. Tor sehr Nahe. Die sehr gut getretenen Freistösse von Beerli und 2x Fehr werden entweder von der Worber Torfrau glänzend entschärft oder knallen an die Latte. Doch die St. Gallerinnen beissen sich fest in der Hälfte der Gegnerinnen, dann in der 76. Minute gelangt der Ball nach einem Worber Abwehrversuch bei Riesen auf Höhe der Mittellinie. Diese läuft noch ein paar Meter mit dem Ball und sieht das die Torfrau von Worb zu weit vor dem Kasten steht und zieht aus gut 30 Metern einfach ab. Der Ball landet oben links im Tor. Der Jubel ist gross, 3:2.

Dennoch sind noch 15 Minuten zu spielen. Und Worb lässt nicht locker, stemmt sich gegen die Niederlage. St.Gallen lässt sich stark nach hinten reindrängen. Bleibt aber dennoch gefährlich bei Kontern. In der 90.Minute gelingt Worb, nach einem zu kurz geratenen Abwehrversuch der Espenfrauen, dennoch der Ausgleich. Allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position.

Nach dem Schlusspfiff sind die Gallusstädterinnen etwas geknickt. Den Ausgleich in der letzten Minute zu bekommen tut natürlich weh. Nach ein paar Minuten Auslaufen haben sie aber realisiert, das sie heute gegen einen starken Gegner gespielt haben und eine sehr gute Partie gezeigt haben. Vor allem haben die Espenfrauen, laut Trainerstaff, die starken Trainings von vergangener Woche ins Meisterschaftsspiel gut rüber transportiert und darauf lässt sich weiter aufbauen. Hopp St.Galle.

Am nächsten Samstag den 10. September treten die Grün Weissen auswärts beim FC Therwil an. Anstoss ist dort um 18.00 Uhr.

Tore: 18. Streule 1:0; 19. Frey 1:1; 30. Streule 2:1; 58. Michel 2:2; 76. Riesen 3:2; 90. Zogg 3:3.

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Iseli, Göppel, Sutter(47. Wirth), Baumann, Egger, Fehr, Streule, Bischof, Riesen, Beerli,

Aufstellung Kickers Worb: Baumann, Schüpbach, Suter, Morger, Stucki, Glarner, Guillet, Hofer, Frey, Zogg, Michel

Verwarnungen: keine

St. Gallen, 03.09.2016

 

Bericht: Gesa Jürgens

 

NLB – 1. Cuprunde – Nach Leistungssteigerung verdienter Sieg

Der Cup hat seine eigenen Gesetze. Das kennen die Espenfrauen noch zu gut aus dem letzten Jahr.Dort scheiterte man schon in der 2. Runde an dem 1.Ligisten Bühler.

Heute stand die Partie ebenfalls gegen einen Vertreter aus der 1.Liga an. Man trat auswärts beim FFC Südost Zürich an.

Die Grün Weissen begannen von Beginn an Zürich unter Druck zu setzen. Das gelang sehr gut, sodass man bereits in der 4. Minute durch eine Ballstaffette über Egger, Koretic, Fehr und wieder Koretic zum 1:0 kam. Koretic wurde von Fehr gut angespielt und liess der herauseilenden Torfrau keine Chance und versenkte den Ball im Netz. Das war ein Start nach Mass. Jedoch lähmte bzw. hemmte das eher die Espenfrauen. Sie liessen nach der schnellen Führung die Konzentration beim Passspiel, die Bereitschaft in die Zweikämpfe zu gehen und die Laufbereitschaft vermissen. So kam Zürich besser ins Spiel. In der 16 Minute dann ein unnötiger Ballverlust durch die FCSG Frauen, Zürich schaltet schnell und schickt ihre Stürmerin. Diese kann vor dem 16er nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den Freistoss donnert eine Zürcherspielerin an die Unterkante der Latte, dort springt er dann ins Tor. Ausgleich 1:1. Nun war es Zürich, welche auf einmal das Spiel bestimmten und sich ein ums andere Mal gute Chancen herausspielten oder aber durch unnötige Fehler der Grün Weissen zu Chancen kamen. In der 32. Minute machte die Zürcher Torfrau einen weiten Abschlag, welcher an Freund und Feind vorbei flog. Iseli und Göppel standen auf einer Linie und waren sich nicht einig wer den Ball nehmen sollte, sodas eine Zürcher Stürmerin dazwischen lief und mit dem Ball auf Gsell zu laufen konnten. Die Stürmerin setzte den Ball gekonnt ins untere rechte Eck. Keine Abwehrchance für Gsell. 1:2 aus Sicht der Gallusstädterinnen.

Nun kam Hektik und Unzufriedenheit auf dem Platz auf und man spürte das die Espenfrauen sich enorm schwer taten, denn Zürich war im Hoch und bei den St.Galler Frauen klappte nichts mehr. Dennoch blieb es bis zur Paus beim 1:2.

Nach einer ordentlichen und notwendigen Standpauke von Trainer Jud, agierten die Espenfrauen wieder viel konzentrierter im Spielaufbau, nahmen die Zweikämpfe an und gewannen diese, aber vorallem zeigten sie wieder mehr Laufbereitschaft und das bisschen mehr was es braucht einen 1:2 Rückstand aufzuholen und in einen Sieg zu verwandeln. In der 49. Minute zieht Egger einen Freistoss von halbrechts schön lang in den Strafraum, Koretic verliert zwar das Kopfballduell, doch der Ball landet genau vor den Füssen von Baumann. Diese fackelt nicht lange und versenkt den Ball im Zürcher Tor. Ausgleich 2:2. Nun geben wieder die Gallusstädterinnen den Takt an und erhöhen zunehmend das Tempo und den Druck auf das Zürcher Gehäuse. 5 Minuten nach dem Ausgleich gelingt so auch der verdiente Führungstreffer.

 

Baumann setzt sich sehr gut auf der linken Seite durch, flankt nach Innen, dort wird Koretic beim Versuch den Ball zu treffen von den Beinen geholt, der Schiedsrichter pfeift nicht, der Ball bleibt liegen. Beerli erfasst die Situation am schnellsten und schiebt den Ball gekonnt in das Tor. 2:3 für St.Gallen. Nun haben die Grün Weissen Oberhand und setzen sich in der Hälfte von Zürich fest. Sie erspielen sich eine gute Chance nach der anderen, können aber den Sack noch nicht zu machen. Von Südost kommt fast nichts mehr. In der 74. Minute ist es dann Koretic mit ihrem 2. Treffer am heutigen Tag, die für klare Verhältnisse sorgt! Die starke Baumann kann sich abermals auf der linken Seite sehr gut durchsetzen und bedient Koretic Bilderbuch mässig in der Mitte. Koretic drückt den Ball mit dem rechten Fuss über die Linie. 2:4 für die Grün Weissen. Nun ist die Partie gelaufen. Doch die St.Gallerinnen wollen noch mehr und spielen weiter auf das Tor von Südost. So haben Wirth, Beerli, Egger und Streule nochmals jeweils die Chance den Score zu erhöhen. Doch leider wurden die guten bis sehr guten Tormöglichkeiten nicht genutzt. So bleibt es nach 90 Minuten beim verdienten 4:2 Sieg für die Espenfrauen und die Grün Weissen ziehen in die 2. Runde ein.

Am nächsten Samstag den 03. September kommt dann ein anderes Kaliber in das heimische Espenmoos. Zugast ist dann Femina Kickers Worb, welche die letzte NLB Saison auf dem 4. Tabellenplatz abgeschlossen hatten.

Anstoss ist um 18.00 Uhr.

Tore: 4. Koretic 0:1; 16. Morf 1:1; 32. Salvado 2:1; 49. Baumann 2:2; 54. Beerli 2:3; 74. Koretic 2:4

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Iseli, Göppel, Sutter, Keller (75. Wirth), Egger, Fehr (51. Grob), Streule (88.Gübeli), Baumann, Beerli, Koretic

Aufstellung Südost Zürich: Brum, Aeri, Jaunin, Morf, Vincent, Schmied, Zeugin, Gouveia, Salvador, Mezza (59. Wyss), Massei

Verwarnungen: 81. Vincent

St. Gallen, 28.08.2016

 

Bericht: Gesa Jürgens

 

NLB – Start geglückt!!

Nach dem bitteren Abstieg aus der NLA gehen die Espenfrauen nun wieder in der NLB auf Torjagd.

Am heutigen Sonntag starteten die Grün-Weissen auswärts in Chenois in die neue Meisterschaftsrunde. Nach einer 4.5 stündigen Anreise galt es schnell die Müdigkeit aus den Beinen zu schütteln und parat zu sein für das Spiel.

Von Beginn an waren die St.Gallerinnen am Drücker und setzten Chenois gut unter Druck. Nach 8 Minuten zahlte sich bereits dieser Einsatz aus. Ein Angriff der Espenfrauen wurde zu zaghaft von Chenois abgewehrt, Egger setzte am gegnerischen 16er nach, eroberte den Ball und spielte die freistehende Beerli an. Diese nahm den Pass an und versenkte den Ball mit dem 2. Kontakt rechts unten im Eck. 1:0 für die Grün-Weissen. Chenois konnte sich nicht so schnell von dem frühen Tor erholen und so kamen die St.Gallerinnen noch zu ein zwei guten Möglichkeiten. Nach ca. 30 Minuten kamen die Westschweizerinnen wieder besser ins Spiel auch weil die Espenfrauen auf einmal in den Zweikämpfen zu zaghaft agierten und sich unnötige Ballverluste leisteten. Ein Freistoss von Chenois scharf von der rechten Seite in den St.Galler Strafraum gezogen, sorgte bei den Grün-Weissen um Goali Gsell für etwas Verunsicherung, blieb aber die einzige gefährliche Situation. Bis zur Pause änderte sich nichts mehr.

Nach dem Pausentee war das Ziel der Gallusstädterinnen klar, das 2:0 sollte fallen. Jedoch kam nach der Pause Chenois besser aus der Kabine und erspielte sich die ein oder andere Torchance, welche aber nicht richtig gefährlich waren. Die Espenfrauen brauchten ihrerseits ein paar Minuten um wieder im Spiel zu sein.

So war es Chenois die das Tor machten. In der 57 Minute schlägt eine Spielerin von Chenois den Ball von halblinks weit in die rechte vordere Spielhälfte, der Ball fliegt über die gesamte St.Galler-Hintermannschaft, eine Stürmerin von Chenois erläuft sich den Ball und kann das Leder in Kasten von Gsell unterbringen. Ausgleich 1:1.

Jedoch scheint das Gegentor bei den Espenfrauen eine Art Hallo-Wach Wirkung zu haben, denn nun gehen sie wieder engagierter in die Zweikämpfe, zeigen wieder mehr Laufbereitschaft und suchen auch wieder vermehrt den Abschluss. In der 70. Minute hat Beerli eine sehr gute Torchance, als sie wunderbar aus dem Mittelfeld freigespielt wird, alle Gegnerinnen stehen lässt und mit dem Ball alleine Richtung Tor laufen kann. Doch leider landet ihr Schussversuch in den Armen der gegnerischen Torfrau.

Eine weitere gute Tormöglichkeit ergab sich ein paar Minuten später für Fehr. Sie wird von Streule am 16er angespielt, umspielt eine Gegenspielerin und zieht ab. Den Schuss lenkt die Torfrau von Chenois an den Pfosten und von dort rollt der Ball auf der Torlinie entlang, jedoch ist keine St.Gallerin da um den Ball über die Linie zu drücken. Wieder nichts mit dem 2. Tor. Wiederum ein paar Minuten später erläuft sich die heute sehr laufstarke Beerli einen weiten Ball, erreicht ihn vor der Torfrau und versucht den Ball nach innen zu Flanken. Jedoch wird der Ball noch abgefälscht und Chenois kann die Situation entschärfen.

Auf der anderen Seite haben die Grün Weissen grosses Glück als ein schneller Gegenstoss von Chenois nicht mit dem 2:1 endet. Die gegnerische Stürmerin hatte gesehen, dass Gsell zu weit aus dem Tor war und versuchte diese mit einem Heber zu überlupfen, doch der Ball ging knapp neben das Tor. Glück gehabt.

Die Gallusstädterinnen blieben weiter die spielbestimmende Mannschaft und belohnten sich dann in der 86. Minute verdienterweise mit dem 1:2. Bischof spielte Beerli mit einem weiten Pass an, Beerli legte den Ball auf die mitgelaufene Koretic quer und diese lief alleine mit dem Ball auf das gegnerische Tor zu und versenkte den Ball souverän im Eck. 1:2 für die Espenfrauen! Die Freude war gross, wohl auch weil Koretic eigentlich Torfrau ist und nicht so oft oder gar nicht die Chance auf einen Torerfolg bekommt.

Eine Minute später hat Beerli noch die endgültige Entscheidung auf dem Fuss. Der zu kurz geratene Pass der gegnerischen Torfrau landet genau bei Beerli. Diese erkennt die Situation sofort, das Tor ist leer, doch ihr Schussversuch aus 20 Metern landet knapp neben dem Tor.

Danach passiert nicht mehr viel und der Schiedsrichter pfeift die Partie ab. Somit holen die Grün-Weissen die ersten 3 Punkte und starten damit gut in die neue Meisterschaftsrunde.

Am kommenden Wochenende setzt die Meisterschaft bereits aus, die erste Cuprunde steht an. Hier müssen die Gallusstädterinnen wieder auswärts antreten. Diesmal bei Südost Zürich. Anstoss ist am Sonntag, den 28. August um 15.00 Uhr.

 

Tore: 8. Beerli 0:1; 57. Sanchez 1:1; 86. Koretic 1:2

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Iseli, Göppel, Baumann, Riesen, Egger, Fehr, Bischof, Salaorni (65. Koretic), Streule, Beerli (89. Keller)

Aufstellung Chenois:  Riegler, Genoud, Silverio(55. Teixeira), Brignomi, Grosso, Da Riva (70. Broquet), Carubba, Sanchez (84. Demarge), Keller, Carmeni, Sarrasin

Verwarnungen: 38. Silverio, Unsportlichkeit; 90+. Fehr, Reklamieren.

St. Gallen, 21.08.2016

Bericht: Gesa Jürgens