Fusion: FCSG und Staad blasen zum Angriff – FM1 Today

In der gesamten Ostschweiz spielt kein Frauenteam mehr in der höchsten Fussball-Liga. Dies soll sich bald ändern – der FC St.Gallen und der FC Staad haben eine pragmatische Lösung gefunden: Sie bilden ein gemeinsames Frauenteam, den FC St.Gallen-Staad.

Das Ziel ist klar: Ein Top-Team aus der Ostschweiz soll wieder zu den acht Clubs der Nationalliga A gehören, teilen der FC St.Gallen und der Fussballclub Staad gemeinsam mit. Um diese Vision zu realisieren, werden die besten Spielerinnen und Talente der Region zusammen trainierten und gemeinsam den Aufstieg anpeilen.

Schon am 10. Juli wird das erste gemeinsame Training aufgenommen, wenn auch die Frage des Trainerstabes bislang noch ungeklärt sei, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Viele Jahre war es selbstverständlich, dass ein Team aus der Ostschweiz in der Nationalliga A präsent ist. Der FC St.Gallen rutschte jedoch vor einem Jahr in die Liga B ab und dieses Jahr ist auch der FC Staad abgestiegen, dies nicht zuletzt aufgrund der Reduktion der NLA auf acht Teams.

Auch U19, U17 und U15 gemeinsam

Die Verantwortlichen der beiden Vereine teilten in einer gemeinsamen Meldung mit, dass man sich im Hinblick auf die kommende Saison zusammenschliessen und gemeinsam ein Team in der Nationalliga B stellen werde. Dieser Zusammenschluss, welchem im Nachwuchs bereits eine gewisse Kooperation voran ging, betrifft auch die Teams der U19, U17 und U15, welche in Zukunft alle unter dem Namen FC St. Gallen-Staad antreten werden.

(red.)

 

 

Zusammenschluss FC St. Gallen 1879 Frauen und FC Staad Frauen

Die Verantwortlichen des FC Staad und des FC St.Gallen haben beschlossen, ab nächster Saison mit einem gemeinsamen Frauenteam in der Nationalliga B sowie mit gemeinsamen U19-, U17- und einer C-Talents-Equipe anzutreten.
Das Spitzenteam wird unter dem Namen «FC St.Gallen – Staad» spielen.
Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit der beiden Clubs erfolgte aufgrund des Abstiegs des FC Staad aus der höchsten Frauenliga. Es ist das Ziel, dass in der nur mehr acht Clubs umfassenden Nationalliga A kurz- bis mittelfristig wieder ein Top-Team aus der Ostschweiz spielt. Dies ist nach Meinung aller Experten nur möglich, wenn die besten Spielerinnen und Talente der Region vereint sind, zusammen trainieren und gemeinsam den Aufstieg anpeilen. Der SFV wurde diesbezüglich bereits vor einigen Tagen kontaktiert. Die Spielerinnen beider Clubs wurden gestern Abend über die vorgesehene Zusammenarbeit und die sportlichen Pläne informiert. Das gemeinsame Training beginnt in der Woche des 10. Julis. Der Trainerstaff wird in den nächsten Tagen zusammengestellt.

 

 

Weitere 3 Punkte und der Sprung auf Platz 4

Am heutigen Sonntag hatten die Grün Weissen zum letzten Spiel in dieser Saison den FC Therwil zu Gast im heimischen Espenmoos.

 

Bei sommerlichen Temperaturen gingen die Espenfrauen vom Anpfiff an engagiert und hoch motiviert zur Sache. Sie bestimmten die ersten Minuten und gingen bereits in der 6. Minute durch einen Treffer von Koretic 1:0 in Führung. Gruber hatte einer Therwilerin an der Eckfahne den Ball abgenommen, auf die mitgelaufene Keller abgelegt und diese passte auf Koretic. Koretic fackelte nicht lange und schoss den Ball ins untere rechte Eck ins Tor. Das war nach dem Geschmack der FCSG Frauen. Das 1:0 beflügelte die Grün Weissen und sie erspielten sich noch weitere gute Tormöglichkeiten, welche leider aber nicht zum 2:0 führten. Der FC Therwil war in der Offensive eher harmlos, was auch daran lag, das die Abwehr um Beerli und Göppel sicher stand. Zudem funktionierte die Absicherung im Mittelfeld durch Iseli und Egger abermals sehr gut und so dominierten die Espenfrauen die 1. Halbzeit, konnten aber leider nicht auf 2:0 erhöhen. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel hatte der FC Therwil umgestellt und die St.Galler Hintermannschaft war etwas mehr gefordert, dennoch blieb man in der Defensive souverän. Und so konnte man sich wieder auf das Tore schiessen konzentrieren. In der 61. Minute bekamen die Gallusstädterinnen knapp 35 Meter zentral vor dem Tor einen Freistoss zugesprochen. Beerli chippte den Ball leichtfüssig über die Abwehr und Iseli lief in den Ball, liess diesen über den Hinterkopf rutschen und der Ball landete genau zwischen Torlatte und Torfrau im Netz. 2:0 für die Grün Weissen.

 

Nun verwalteten die FCSG Frauen den Vorsprung, setzten aber dennoch Akzente nach Vorne und kamen auch wieder zu sehr guten Möglichkeiten, den Score noch zu erhöhen. Besonders die am heutigen Tag sehr agile und lauffreudige Gruber hätte ihre sehr gute Leistung mit einem Tor krönen müssen, versäumte dies aber leider. Therwil kam dann nochmals auf und konnte in der 78. Minute den Anschlusstreffer erzielen. Aber mehr gelang ihnen nicht mehr. Und so blieb es nach 90 Minuten beim verdienten 2:1 Sieg für die Espenfrauen.

 

Durch die weiteren 3 Punkte konnten die Grün Weissen aufgrund des Remis von Schlieren gegen Kloten, den Platz unter dem Strich noch verlassen. Somit schaffen die FCSG Frauen auch sportlich den Klassenerhalt und schliessen diese NLB Saison auf dem 4. Rang der Abstiegsrunde ab. Desweiteren gab es am heutigen letzten Spiel auch noch ein paar Verabschiedungen:

 

Melina Salaorni verlässt den Verein nach 10! aktiven Jahren und wird ab August ein Auslandssemester absolvieren, Lina Caviezel verlässt den Verein nach 4,5 aktiven Jahren und wird ab August ein Studium in Bern anfangen, Torwarttrainer Michael Knöpfel verlässt den Verein nach 3 Jahren, Masseurin Monika Bedö wird nach 2,5 Jahren den Verein verlassen, sowie Co-Trainerin Gesa Jürgens, die nach 2 Jahre den Verein verlässt.

Die FCSG Familie bedankt sich herzlich bei Euch für Euer Engagement und Eure Treue für den Verein und wünscht Euch alles Gute für die Zukunft.

 

Die FCSG Frauen möchten sich auch noch ganz herzlich bei Ihren Freunden, Fans, Gönnern, Sponsoren und Familien für die tolle Unterstützung während der langen Saison bedanken und freuen sich schon jetzt darauf, wenn alle wieder in der neuen Saison mit von der Partie sind. J

 

Hopp FC St.Gallä!

 

Gerne nutze ich noch die Gelegenheit und bedanke mich nochmals herzlich bei der NLB Mannschaft, beim Trainerstaff des NLB Teams sowie bei den Physios für die tolle und angenehme Zusammenarbeit in dieser Saison, sowie für 2 spannende und sehr lehrreiche Jahre beim FC St.Gallen. Vielen Dank!

 

Tore: 6. Koretic 1:0; 61. Iseli 2:1; 78. Studer 2:1

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Beerli, Göppel, Riesen, Iseli, Egger,Keller (51. Rodrigues Duarte), Bischof (77. Jürgens), Koretic, Gruber

Aufstellung FC Therwil: Rigo, Hinnen, Lampart, Eugster (66. Leupi), Meyer,  Chamarro, Garrab, Ackermann, Studer, Frangouli (71. Di Bella), Hertig

Verwarnungen: Keine

St. Gallen, 18.06.2017

FCSG Frauen / Gesa Jürgens

Weiterer Sieg für die FCSG Frauen

Spielbericht: FCSG Frauen Nationalliga B

Spiel: FC Schlieren – FCSG Frauen                                              Datum: 10.06.2017

Weiterer Sieg für die FCSG Frauen

 

Am heutigen Samstag reisten die Grün Weissen nach Schlieren. Bei sommerlichen Temperaturen waren die FCSG Frauen von Beginn an hochmotiviert denn man wollte die nächsten 3 Punkte einfahren.

 

Bereits in der 11. Minute konnten die Grün Weissen durch einen Elfmeter mit 0:1 in Führung gehen. Allerdings war dieser Treffer teuer erkauft. Fässler konnte sich auf der linken Seite durchsetzen, lief in den 16er und passte nach innen auf die mitgelaufene Streule. Bei ihrem Pass wurde Fässler von ihrer Gegenspieler mit gestreckten Bein schwer gefoult und musste mit Verdacht auf eine schwere Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und Streule (Spezialistin für Standards) verwandelte souverän. Danach wurde die Partie ruppiger, weil beide Teams in den Zweikämpfen dagegen hielten. Jedoch waren die Gallusstädterinnen das agilere Team und setzten wesentlich mehr Aktzente nach vorne. Allerdings fehlte immer der berühmte letzte Schritt um ein Tor zu erzielen. Schlieren spielte mit, liess aber die Zielstrebigkeit zum Tor vermissen. Gut für die Grün Weissen. In der 43. Spielminute setzten sich die St. Gallerinnen auf der rechten Seite gut durch, Iseli wird ca. 25 Meter vor dem Tor gefoult. Wieder ein Standard. Streule schnappt sich den Ball und hämmert diesen unhaltbar in das Tor. 0:2. Mit diesem Ergebnis geht es auch in die Pause.

 

Nach der Pause wollen die Grün Weissen weiter Tempo machen und noch schneller den Ball an die Mitspielerin weiter spielen. Doch sie kommen nicht so gut in die Gänge, denn Schlieren wird aufmüpfiger und agiler. In der 50. Minute kann sich ihre wendige und schnelle Stürmerin auf der linken Seite durchsetzen, zieht nach innen, läuft auf der 16er Linie in Richtung Mitte und lässt dabei 4 St.Gallerinnen stehen. Ihr Schuss landet im linken oberen Eck. Nur noch 1:2. Durch den Anschlusstreffer lassen sich die Gallusstädterinnen aus der Ruhe bringen, verlieren zu schnell und völlig unnötig durch schlechtes Passspiel den Ball und bauen so Schlieren auf. Doch nach 10 Minuten ist diese Phase wieder überstanden und die Grün Weissen haben bei dieser Partie wieder die Oberhand. Jetzt erarbeiten sich die FCSG Frauen fast im Minutentakt gute bis sehr gute Chancen um die Entscheidung herbei zu führen.

 

Sie spielen geschickt über Aussen und vorallem Gruber ackert auf der rechten Seite und ist oft nur durch ein Foul zu stoppen.

NLB – Klarer Sieg gegen den FC Kloten

Am Samstag hatten die Grün Weissen das abgeschlagene Schlusslicht den FC Kloten im heimischen Espenmoos zu Gast. 3 Punkte waren Pflicht, wollte man den Anschluss auf den rettenden Platz über den Strich nicht verlieren.

Und so begannen die St.Gallusstädterinnen die Partie sehr konzentriert und versuchten sofort das Geschehen auf dem Platz zu bestimmen. Doch Kloten machte es den Espenfrauen in den ersten 20 Minuten nicht leicht. Und so mussten die Grün Weissen geduldig sein. Aber in der 27. Minute leistete sich die Torfrau von Kloten einen ordentlichen Patzer, in dem sie bei einem Klärungsversuch nicht den Ball zur Mitspielerin passte sondern genau zu Fehr kurz nach der Mittellinie. Und Fehr fackelte nicht lange und schoss den Ball mit einem hohen Bogen in das Tor von Kloten. 1:0 für die Grün Weissen. Ein wunderbarer Treffer. Danach traten die FCSG Frauen mit noch mehr Selbstbewusstein auf und bestimmten klar die Partie. So erspielten sie sich in der 39. Minute eine gute Tormöglichkeit. Fehr hatte Koretic halbrechts in die Tiefe geschickt. Diese liess eine Gegenspielerin im 16er stehen, passte auf Streule und diese spielte die noch besser postierte Fässler an. Fässler nahm den Pass direkt und schoss den Ball gegen die Laufrichtung der Klotener Torfrau ins Gehäuse. 2:0 für die Grün Weissen.  Ein sehr schön herausgespielter Treffer. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den rund 60 Zuschauern das gleiche Bild. St.Gallen beherrschte das Spiel. Die Abwehr um Beerli und Göppel stand sicher, im Mittelfeld funktionierte die Abstimmung zwischen Iseli und Egger hervorragend und vorne im Sturm bewegten sich die Spitzen sehr gut. Man merkte den Espenfrauen an, dass sie unbedingt das 3. Tor erzielen wollten. Besonders Iseli im Mittelfeld war hier die treibende Kraft, indem sie sich immer wieder in den Zweikämpfen durchsetzte, dadurch die Bälle im Mittelfeld eroberte und auch die Bälle behauptete.

So kamen die Gallusstädterinnen zu einigen guten Torchancen, konnten diese aber leider nicht verwerten. Es dauerte bis zur 74. Minute eher der FCSG Anhang auf der Tribüne wieder jubeln durfte. Gruber war von Fässler mit einem tollen Pass in die Tiefe geschickt worden und konnte nur noch kurz vor dem 16er durch ein Foul gestoppt werden. Den Freistoss verwandelte Streule mit einem wuchtigen Schuss ins Klotener Tor. 3:0! Jawohl.

Gleich eine Minute später erhöhen die FCSG Frauen auf 4:0. Iseli hatte einen Zweikampf im äusseren rechten Mittelfeld gewonnen, der Ball wurde dann weiter auf Gruber gespielt und diese sah die mitgelaufene Fässler. Fässler überwand die zu weit vor dem Tor stehende Torfrau mit einem schönen Heber und erhöhte mit ihrem 2. Tor an diesem Tag auf den 4:0 Endstand.

Denn nach dem Tor passierte nicht mehr allzuviel und der Schiedsrichter beendete die Partie nach 90 Minuten.

Für Michéle Fehr waren es die letzten 90 Minuten im Dress des FCSG. Nach 10 Jahren! verlässt sie den Verein und geht für ein Jahr ins Ausland. Die FCSG Familie bedankt sich herzlich bei ihr für ihr Engagement und ihre Treue für den Verein und wünschen ihr alles Gute für die Zukunft. Machs gut Michéle!

Für die FCSG Frauen geht es am kommenden Samstag, den 10. Juni 2017 weiter. Sie dürfen nach Schlieren reisen. Anstoss ist um 18.00 Uhr auf der Sportanlage Zelgli in Schlieren. Die FCSG Frauen würden sich sehr freuen, wenn der ein oder andere Fan nach Schlieren kommen würde, um die Grün Weissen bei dieser sehr wichtigen Partie wieder zu unterstützen.

Hopp FC St.Gallä!

Tore: 27. Fehr 1:0, 39. Fässler 2:0, 74. Streule 3:0, 76. Fässler 4:0

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Beerli, Göppel, Riesen, Iseli, Egger, Fehr (73. Salaorni), Fässler, Koretic (64. Gruber), Streule

Aufstellung FC Kloten: Furrer, Amato (56. Aubert), Russo, Saxer, Krebs, Zengaffinen, Demirayak, Suter, Vock (71. Nigg), Baker, Schick

Verwarnungen: 73. Russo (grobes Foulspiel) 90.+1 Egger (unsportliches Verhalten)

St. Gallen, 04.06.2017 /Gesa Jürgens

Mit dem Rücken zur Wand – Tagblatt 02.06.2017

Abstiegsrunde Die NLB-Frauen des FC St.Gallen spielen morgen gegen Kloten. Weil die Ostschweizerinnen vier Punkte unter dem Trennstrich klassiert sind, muss ein Sieg her.

Ives Bruggmann

Die Ausgangslage für die NLB- Fussballerinnen des FC St. Gallen ist heikel. Drei Spiele vor Ende der Abstiegsrunde liegen sie mit 25 Punkten auf dem siebten, und damit auf einem Abstiegsrang. Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der NLA droht gar der Fall in die 1. Liga. Im Spiel von morgen um 18 Uhr im Espenmoos gegen das bereits abgestiegene Kloten müssen die St. Gallerinnen dringend die volle Punktzahl einfah- ren, um den Anschluss nicht zu verlieren.

So kompliziert die Situation für das Team ist, so pragmatisch bereitet es der Trainer vor. «Es ist ein Meisterschaftsspiel, das wir gewinnen müssen. Ich schaue nicht auf die Tabelle», sagt Peter Jud. Er schaue jeweils darauf, was der kommende Gegner für eine Vorbereitung erfordere. Und versuche, in der Trainingswoche das Maximum aus den Spielerinnen herauszuholen sowie diese bestmöglich auszubilden.

Punkteabzug sorgt für Unverständnis

Ebenfalls zum Rückstand von vier Zählern trug ein Punkteabzug von drei Punkten bei. St. Gallen hatte im Spiel gegen Aarau Anfang April eine U19-Spielerin eingesetzt, die zwar eine Doppellizenz besitzt, aber trotzdem nicht im NLB-Team eingesetzt werden darf. «Ein komplizierter Fall, bei dem wir über das Detailreglement gestolpert sind.» Auch wenn das Urteil rein juristisch wohl seine Richtigkeit habe, sei es für den gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar. «Wir fördern junge Schweizer Spielerinnen. Am Ende werden wir noch dafür bestraft», sagt Jud und spricht damit auch Teams an, die sich mit ausländischen Spielerinnen verstärken.

Doch die Saison ist noch nicht zu Ende. Noch ist für St. Gallen alles möglich. Den Spielerinnen macht Jud ein Kompliment. «Die Trainingspräsenz liegt bei knapp 95 Prozent.» Auch der ganze Trainer-Staff leiste gute Arbeit. «Im Vergleich zum Beginn der Saison stelle ich in unserem Spiel eine deutliche Steigerung fest.» Die Spielanlage sei gut, der Fussball, den sein Team spiele, technisch und taktisch auf einen überdurschnittlichen NLB-Niveau. Zwei Defizite macht der Trainer jedoch aus: die Kaderbreite und «eine Spielerin, die den Unterschied ausmacht und auch eine gesunde Frechheit mitbringt». Das habe aber auch mit dem Substanzverlust zu tun, den sein Team in den vergangenen Jahren erlitt. «Viele gestandene Spielerinnen sind gegangen Jahr für Jahr.» Mit Nachwuchsspielerin- nen sei das Kader jeweils aufgefüllt worden. «Und das braucht halt Zeit.»

Ziele bleiben unverändert

Noch stehen drei Spiele an, um den Abstieg abzuwenden. Das Szenario 1. Liga wurde aber bereits angesprochen. «Dann stehen wir wieder auf.» An den langfristigen Zielen ändere sich nichts. «Wir wollen ein Verein sein, der etwas bewegen will und auf junge Spielerinnen setzt und diese nachnimmt», sagt Jud.

Weitere bittere Niederlage für die FCSG Frauen

Spielbericht: FCSG Frauen Nationalliga B

 Spiel: Aire le Lignon – FCSG Frauen                                            Datum: 28.05.2017

Weitere bittere Niederlage für die FCSG Frauen

 

Am heutigen Samstag durften die Grün Weissen abermals die weite Reise nach Aire Le Lignon antreten.

Bei sommerlichen Temperaturen von 30 Grad starteten die Gallusstädterinnen konzentriert in die Partie. Kaum waren sieben Minuten gespielt, da wurde Streule im Sturmzentrum perfekt von Baumann bedient. Streule setzte sich gegen 2 Verteidigerinnen durch, liess auch noch den Goali stehen und konnte den Ball in aller Ruhe ins leere Tor spielen. 1:0 für die St.Galler Frauen. Das gab den Grün Weissen Selbstvertrauen und so gingen sie auch weiter forsch zu Werke. Doch ihre Angriffsbemühungen wurden in der 14. Minute durch den 1:1 Ausgleichstreffer von Aire gestoppt. Aire bekam an der Strafraumgrenze halbrechts einen Freistoss zugesprochen, diesen verwandelte die Ausführende mit ihrem starken linken Fuss im rechten kurzen Eck. Schwer zu sehen für Koretic im St.Galler Tor. Danach kam Aire besser in die Partie und es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. St.Gallen hatte durch Salaorni und Streule jeweils gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Doch es war Aire, welche in der 36. Minute das 2:1 erzielten. Aire bekam kurz nach der Mittellinie einen Freistoss zugesprochen. Dieser wurde lang in den St.Galler 16er geschlagen, dort klärte Iseli gut mit dem Kopf, doch der Ball landete bei einer Spielerin von Aire, halblinks. Diese zog aus gut 20 Metern Volley ab und der Ball landete unhaltbar im rechten oberen Toreck! 1:2 aus Sicht der Grün Weissen. Ein klassischer Sonntagsschuss! Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Nach dem Pausentee begannen die Grün Weissen wieder sehr gut und standen kompakt im Mittelfeld und liessen gut den Ball in den eigenen Reihen laufen. Doch in der 56. Minute verlieren sie im Mittelfeld den Ball. Aire schaltet blitzartig um und schickt ihre schnelle Stürmerin in die Tiefe. St.Gallens Hintermannschaft kommt nicht mehr hinterher und so läuft die Stürmerin alleine auf Koretic zu und überwindet diese mit einem Heber. 1:3. Das ist ein Schlag ins Gesicht von dem sich die Gallusstädterinnen nur schwer erholen. Sie geben sich aber nicht ganz auf, kämpfen weiter und kommen auch noch zu weiteren Torchancen, aber eine zwingende ist leider nicht dabei. Aire spielt nun das Spiel clever runter und bleibt stets gefährlich. In der 68. Minute leistet sich St.Gallen einen unnötigen Ballverlust im Mittelfeld und Aire spielt mit One-Touch-Fussball ihre schnelle Stürmerin wiederum frei. Diese ist im Laufduell zum Ball schneller als Koretic, welche aus dem St.Galler Gehäuse herauseilt, umkurvt Koretic und schiebt den Ball ins Tor 1:4. Nun ist die Partie gelaufen und das sieht man den St.Galler Spielerinnen auch an.

St.Gallen ist zwar weiter bemüht einen Treffer zu erzielen und sie investieren auch weiterhin nach vorne, aber der letzte Biss und Zug zum Tor fehlt.

So bleibt es nach 90 Minuten beim 4:1 für Aire.

Nun gilt es für die FCSG Frauen diese Partie schnellstmöglich abzuhaken. Sich nach dieser Hitzeschlacht gut zu erholen, eine gute Trainingswoche hinzulegen um dann gegen den FC Kloten im heimischen Espenmoos am Samstag, den 3. Juni 2017 wieder mit frischen Beinen, kühlem Kopf und einem starken Willen in die Partie zu gehen. Anstoss ist hier um 18.00 Uhr.

Die Espenfrauen hoffen dabei auch auf Unterstützung von einer Vielzahl an Fans auf der Tribüne.

Hopp FC St.Gallä!

 

 

Tore: 7. Streule 0:1; 15. Silva 1:1; 36. Libutti 2:1; 56. Jakupi 3:1; 66. Jakupi 4:1

Aufstellung FCSG Frauen: Koretic, Baumann, Beerli, Göppel, Riesen, Iseli, Egger, Fehr, Fässler, Salaorni (52. Gruber), Streule (76. Keller)

Aufstellung Aire le Lignon: Cretard, Dulex, Brillantes (85. Ferrari), Emery, Gurz, Maanane,Carneiro, Silva, Libutti, Sartoretti, Jakupi (83. Da Silva)

Verwarnungen: 34. Silva (unsportliches Verhalten)

St. Gallen, 28.05.2017

FCSG Frauen

Gesa Jürgens

Die Assistentin will Pause machen

CO-TRAINERIN ⋅ Die Frauen des FC St.Gallen erkämpfen sich beim 2:2 gegen Chênois den ersten Punkt in der Abstiegsrunde. St.Gallens Trainerassistentin Gesa Jürgens ist zufrieden mit der Leistung des Teams.

Beni Bruggmann

Gesa Jürgens leitet das Einlaufen vor dem Spiel. Dabei wirkt sie ruhig, macht Mut, strahlt Zuversicht aus. Während dem Spiel sitzt Jürgens die meiste Zeit auf der Bank, die Arme verschränkt, scheinbar gelassen. Manchmal steht sie an der Seitenlinie, angespannt, aufmerksam – und immer beherrscht. Nur einmal, bei einem leichtfertigen Ballverlust einer Spielerin, dreht sie sich gegen die Abschrankung und versetzt ihr einen Tritt. Jürgens, die Assistenztrainerin, ist äusserlich cool, fiebert aber im Innersten mit und sagt am Schluss: «Wunderbar, diese Moral!»

Seit Sommer 2015 ist sie beim FC St.Gallen, hat Markus Schüepp, Beat Naldi und jetzt Peter Jud als Trainer erlebt. Nach dieser Saison hört sie auf. «In diesen zwei Jahren habe ich viel gelernt. Ich konnte meine Ideen umsetzen», sagt Jürgens. Die theoretischen Grundlagen hat sie auf dem Weg zum B-Diplom des Schweizerischen Fussballverbandes erworben. «Jetzt mache ich eine Pause», sagt sie.

Jürgens kehrt dem Fussball nicht definitiv den Rücken

Mit andern Worten: Sie wird wohl wieder zum Fussball zurückkehren. Schliesslich belegt Jürgens momentan eine Weiterbildung im Bereich Sportmanagement an der Universität St.Gallen. Dort arbeitet die 36-Jährige auch seit sieben Jahren, seit sie aus dem oberbayrischen Weilheim in die Schweiz gekommen ist. Die Wirtschaftsfachwirtin organisiert als Programm-Managerin Weiterbildungen in Betriebswirtschaft. Als Kursleiterin ist Jürgens Bindeglied zwischen Dozenten und Studenten. In St.Gallen schätzt die ledige Frau die Nähe zu Bodensee und Alpstein – und dass sie rasch daheim ist bei ihrer Familie in Oberbayern.

Dort hat die kleine Gesa mit dem grossen Bruder Fussball gespielt, meistens im Tor. Aber als Jugendliche im TSV Weilheim und später als Erwachsene beim TSV Peiting war sie Feldspielerin. Erst in der Schweiz, als man beim FC Gossau einfach keine Torhüterin fand, ging Jürgens wieder ins Tor. «Genügend gross, keine Angst, und schon stand ich wieder zwischen den Pfosten», erinnert sie sich. Sie ist 1,79 m gross. Auf seiner Internetseite stellt der FC St.Gallen Spielerinnen und Trainer vor. Bei Gesa Jürgens lesen wir: «Hobbies: Lesen, lesen, lesen, reisen, Sport, kochen. » Das dreifache Lesen ist nur auf den ersten Blick erstaunlich.

Die gelernte Buchhändlerin bleibt dem Lesen treu

Sie ist gelernte Buchhändlerin und hat lange in diesem Metier gearbeitet. Da gehört das Lesen dazu: «Ich besitze Sachbücher, Reiseführer und natürlich eine grosse Sammlung an Fussball-Lehrbüchern.» Im Moment liest sie die sechste Folge aus den Allgäu-Krimis mit dem Titel «Schutzpatron.»

Spannend wie ein Krimi ist auch die Schlussphase des Spiels gegen Chênois. In der 76. Minute gleicht Nadine Fässler zum 1:1 aus. Die Gäste erzielen ein Kontertor, doch zwei Minuten vor Schluss trifft Manuela Beerli zum verdienten 2:2. Damit tanken die Ostschweizerinnen Selbstvertrauen, sind aber nach wie vor in einer gefährlichen Lage: Platz sieben, unter dem Strich, einen Punkt hinter Chênois.

Vielleicht haben die St.Gallerinnen in ihrem FC nicht die gleiche Unterstützung wie die erfolgreichen Frauen beim FC Zürich, bei Basel oder den Young Boys. Aber das könnte sich ändern. Ganz erfreut verabschiedet sich Jürgens aus dem Gespräch. Sie hat noch ein unerwartetes Rendez-vous. Stefan Hernandez, der neue Präsident des FC St.Gallen, ist aufs Espenmoos gekommen.

NLB – FC St.Gallen Frauen beweisen starke Moral

 

Am Samstag hatten die FC St.Gallen Frauen im heimischen Espenmoos den FF Chenois zu Gast. Der Tabellenstand beider Teams versprach eine brisante Begegnung.

Und genauso ging es auch von der ersten Minute an zur Sache. Die Grün Weissen gingen hochmotiviert in die Partie und auch so in die Zweikämpfe. Doch bereits in der ersten Minute kam es zu einer Riesentorchance für Chenois, als dessen Stürmerin durch einen langen Ball angespielt, alleine Richtung St.Galler Gehäuse laufen konnte. Doch Koretic im St.Galler Tor blieb Siegerin im 1:1 und bewahrte so ihr Team vor einem frühen Rückstand.

Nun waren die Grün Weissen wieder am Drücker. Sie drückten enorm aufs Tempo und das führte dazu, dass die Gallusstädterinnen mehr von der Partie hatten. Durch unglaublich viel Laufarbeit spielten sie sich mehrere gute Torchancen heraus, diese konnten sie allerdings nicht verwerten, da man teilweise zu hektisch und etwas zu kopflos beim Torabschluss agierte. FF Chenois hingegen spielte wie immer. Bissig im Zweikampf und nach Balleroberung schnell den weiten Ball auf ihre einzige, aber sehr schnelle Spitze. Zwar einfach, aber effektiv. So auch in der 45.Minute. Die Stürmerin wird in die Tiefe geschickt, Iseli ist bei ihr. Sarrasin fällt hin und der Schiedsrichter gibt Freistoss in der halblinken Mittelfeldhälfte vom FCSG. Abstand zum St.Galler Tor ca 30 Meter. Die Spielerin von Chenois nimmt Anlauf und hämmert den Ball unhaltbar oben rechts ins St.Galler Tor. 0:1 aus Sicht der Grün Weissen. Das tut richtig weh. Soviel Aufwand betrieben und dann so ein Gegentor zu kassieren. Mit diesem Ergebnis geht es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel agieren die Espenfrauen wie zur ersten Halbzeit. Sie laufen extrem viel, kämpfen um jeden Ball und gewinnen fast jeden Zweikampf. Und vorallem lassen sie sehr gut den Ball laufen und kommen dem Ausgleich immer näher. Mit zunehmender Spieldauer baut Chenois ab und die St.Galler Frauen drücken immer weiter. In der 77. Minute fasst sich Fässler ein Herz und setzt zum Alleingang an, lässt 2 Verteidigerinnen von Chenois stehen und schliesst entschlossen ab. Zack. Der Ball landet unten links im Tor von Chenois. 1:1. Nun gilt es noch einen Gang höher zu schalten und direkt das 2:1 nach zu legen. St.Gallen drückt und kommt durch einen Eckball fast zum Torerfolg, der Ball landet an der Latte und von dort kommt er zu Riesen, doch diese kann den Ball leider nicht die richtige Wendung geben und so geht der Ball ins Toraus.

In der 80. Minute gelingt es Chenois wieder einen weiten Ball auf ihre schnelle Stürmerin zu spielen. Diese enteilt Iseli und Göppel und läuft auf Koretic im kurzen Eck zu. Koretic kann den Schuss mit dem Fuss abwehren, aber in der 2. Aktion schaltet Sarrasin einen Tick schneller und kann den Ball noch über die Torlinie spitzeln. 1:2! Unglaublich bitter. Die Partie zerrt an den Nerven der Trainer, Ersatzspielerinnen und der St.Galler Fans. Doch es ist ja noch Zeit und so besinnen sich die Grün Weissen wieder auf ihre Stärken. Die FCSG Frauen beweisen wieder Moral und kommen wieder zurück in die Partie. Von Chenois ist nun nichts mehr zu sehen. Es spielt nur noch der FCSG und in der 88. Minute belohnen sich die Grün Weissen endlich. Streule spielt einen zuckerweichen Pass auf die in die Tiefe laufende Beerli. Beerli läuft alleine Richtung gegnerisches Tor und spitzelt den Ball an der Torfrau vorbei ins Tor. 2:2. Ausgleich. Der Jubel ist gross bei den Gallusstädterinnen und auch auf der Tribüne. Aber dennoch wollen die Espenfrauen mehr. Es sollen 3 Punkte her. Sie geben nochmals alles und kämpfen bis zum Umfallen. Aber das 3. Tor fällt leider nicht mehr. Nach 90.+2 beendet der Schiedsrichter die Partie.

Fazit des Spiels: Zweimal äusserst unglücklich in Rückstand geraten und zweimal wieder sehr gut zurück gekommen in die Partie. Die FCSG Frauen zeigen Moral und Kämpferherz. Das gibt Mut und Zuversicht für das nächste Spiel am kommenden Sonntag, den 28.05.2017 um 16.00 in Aire le Lignon. Auch hier gilt es die gleichen Tugenden wieder auf dem Platz zu zeigen, um dort bestehen zu können.

HOPP FC St.Gallä!

Tore: 45. Carmeni 0:1; 77. Fässler 1:1; 80. Sarrasin 1:2; 88. Beerli 2:2

Aufstellung FCSG Frauen: Koretic, Baumann,Iseli,Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr (60. Salaorni) Fässler, Streule, Beerli

Aufstellung FF Chenois: Keizer, Vervisch, Mateus, Carmeni, Sciboz, Zinai, Laaroussi, Louvrier, Keller (70. Gnaore), Sarrasin, Grosso (40. Sanchez)

Verwarnungen: 65. Mateus (grobes Foulspiel); 88. Louvrier (grobes Foulspiel)

St. Gallen,20.05.2017 /Gesa Jürgens

Wochenendprogramm NLB, U17 und C-Talent

3 Teams sind am Wochenende im Einsatz, hopp St.Gallen-Staad
Sa 19.08.2017
14:00 FC Staad-Rheineck Grp. – FCO St. Gallen-Staad Frauen U-17
Meisterschaft Coca-Cola Junior League C / Herbstrunde / Gruppe 1
Bützel, Staad – Platz 1
14:15 FCO St. Gallen-Staad C-Talent – FC Niederwil a
Meisterschaft Junioren C 2. Stärkeklasse / Herbstrunde / Gruppe 5
Stadion Espenmoos, St. Gallen – Stadion Espenmoos
So 20.08.2017
14:00 Alberweiler – FCSt.Gallen Staad NLB