Vorübergehend verbannt (Tagblatt Online: 22. März 2016)

St. Gallens Frauen, Tabellenletzte in der NLA, verlieren gegen den Leader FC Zürich 0:4.

Torhüterin Patricia Gsell, bei St. Gallen eigentlich die Nummer eins, kommt nicht zum Einsatz.

BENI BRUGGMANN

FUSSBALL. «Ich würde gerne spielen.» Vier Worte, ein Herzenswunsch. Patricia Gsell spricht sie vor dem Spiel gegen den FC Zürich aus. Die 26jährige Torhüterin des FC St. Gallen hat als Juniorin bei Schöftland begonnen und dann bei Luwin, heute Luzern, einen Meistertitel und einen Cupsieg erlebt. In den folgenden vier Jahren bei den Grasshoppers feierte sie nochmals einen Cupsieg. Nun hütet sie schon seit fünf Jahren das Tor von St. Gallen. Eigentlich ist sie die Nummer eins.

Die Geschichte beginnt im Dezember 2015. Verantwortliche, Trainer und Torhüterinnen beraten. Nicole Studer, ein Goalietalent, sitzt beim FC Zürich auf der Bank. Sie sucht Spielpraxis beim FC St. Gallen. Die Ostschweizerinnen hätten mit ihren mageren acht Plustoren eher eine treffsichere Stürmerin gebraucht. Aber alle kommen zur Einsicht: «Studer kann uns für diese Saisonhälfte helfen.»

Die Chemie stimmt

So bereiten sich denn Studer, das Talent, und Gsell, die Nummer eins, an diesem Samstagnachmittag im Gründenmoos gemeinsam auf das Spiel gegen Zürich vor. Gsell schiebt den Ball flach aufs Tor, schiesst hoch und flankt von der Seite. Studer hechtet, fängt und faustet. Das Einlaufen verläuft perfekt. «Die Chemie zwischen uns beiden stimmt», sagt Gsell. Nach dem Einlaufen trennen sich die Wege: Studer geht ins geliebte Tor, Gsell auf die verhasste Bank. «Ich würde gerne spielen.» Die verbannte Nummer eins spricht die vier Worte in diesem Moment nicht aus. Aber es gibt auch eine Körpersprache.

Im Spiel beweist Studer ihr Talent. Die Niederlage kann sie aber auch nicht verhindern, Zürich ist die bessere Mannschaft und gewinnt 4:0. «Wir haben defensiv gut gespielt, am Schluss aber hat die Konzentration nachgelassen», sagt sie. Die letzten beiden Tore fallen nach der 80. Minute. St. Gallen ist für die in Embrach wohnende Zürcherin nicht nur geographisch die beste Lösung: «Ich fühle mich hier wohl.» Trainer Beat Naldi charakterisiert sie so: «Ruhig. Strahlt Sicherheit aus. Stark mit dem Fuss. Kommt auch aus dem Tor heraus.» Von Ersatztorhüterin Gsell, die während des Spiels neben ihm auf der Bank sitzt, sagt er: «Sie ist einsatzfreudig, gibt alles, kann motivieren.»

Naldi und Gsell gehörten schon bei Luwin zum gleichen Team. Die Spielerin hat sich vor einem Jahr stark dafür eingesetzt, dass ihr früherer Trainer nach St. Gallen wechselt. Obwohl sie heute mit der Verbannung auf die Bank enttäuscht sein müsste, sagt sie: «Naldi liebt und lebt den Fussball leidenschaftlich. Wir alle wünschen ihm ein Erfolgserlebnis.»

Gsell bleibt St. Gallen treu

Gsell ist in Hirschthal, einer kleinen Gemeinde im unteren Suhrental, ein paar Kilometer von Aarau entfernt, aufgewachsen. An der United School of Sports in Zürich wurde sie während ihrer Zeit bei den Grasshoppers als Kauffrau ausgebildet. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung der ETH Zürich und pendelt zwischen Zürich und St. Gallen. Hier wohnt sie. «St. Gallen ist nicht nur super zum Wohnen, sondern auch eine fussballverrückte Region», so Gsell. Hier will sie bleiben. Studer wird St. Gallen auf absehbare Zeit wieder verlassen. «Ich bleibe in jedem Fall», sagt Gsell. Sie wird wieder die Nummer eins im Tor. Dann muss sie nicht mehr sagen: «Ich würde gerne spielen.»

 

Patricia Gsell (rechts), die abgelöste Nummer eins, wärmt sich vor dem Spiel mit Nicole Studer auf.(Bild: Ralph Ribi)

St. Gallerinnen gut gestartet (Tagblatt Online: 16. Februar 2016)

Die NLA-Spielerinnen des FC St. Gallen gewinnen zum Auftakt der Rückrunde gegen Yverdon ihren ersten Punkt der Saison. Die beiden Teams trennen sich im Gründenmoos 0:0.

TOBIAS KRÜSI

FUSSBALL. Lange und intensiv haben sich die Frauen des FC St. Gallen auf dieses Spiel vorbereitet. Nach einer verpatzten Hinrunde ohne Punktgewinn wollten die Ostschweizerinnen gegen den direkten Konkurrenten Yverdon endlich ein Erfolgserlebnis erzwingen. Dies ist den Ostschweizerinnen gelungen – dank einer beherzten und leidenschaftlichen Leistung blieben sie zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Spielerisch war der Auftritt jedoch durchzogen.

St. Gallen startete druckvoll in die erste Halbzeit, die auffälligen Flügelspielerinnen wurden einige Male gut lanciert. Die Verunsicherung im Team war aber nicht zu übersehen. Viele Pässe kamen auf dem schnellen und nassen Kunstrasen nicht an. Auch die Ballkontrolle machte den Frauen zu schaffen. Einigen fehlt es an der Technik, andere waren nervös oder reagierten überhastet. Die Ruhe im Spiel wurde vermisst.

Gelungenes Début

Die Torhüterin Nicole Studer, welche im Winter vom FC Zürich dazugestossen ist, wies diese Ruhe auf. Sie bot sich ihren Mitspielerinnen an, spielte genaue Pässe, baute das Spiel auf und machte es schnell. Die Zürcherin scheute sich auch nicht davor, einen Abstoss anzutäuschen und eine Stürmerin stehenzulassen. Sie war sicher in der Luft und liess nur selten einen Ball abklatschen. Einer der wenigen Torschüsse Yverdons, welcher in der 40. Minute gefährlich wurde, hielt sie problemlos fest. Oft versuchten die Ostschweizerinnen, das Spiel schnell zu machen, spielten direkte einfache Pässe, wie dies Trainer Beat Naldi wünscht. Naldi korrigierte an der Seitenlinie, gab Anweisungen, schimpfte, stellte seine Spielerinnen aber auch auf und sprach nach einem gewonnenen Zweikampf positiv zu ihnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenigen Chancen auf beiden Seiten waren die Zuschauer zur Halbzeit zufrieden.

Steigerung nach der Pause

Auch die zweite Hälfte war geprägt von harten Zweikämpfen. Oft musste das Spiel unterbrochen werden, damit die Betreuer die angeschlagene Spielerin behandeln konnten. Die Frauen scheuten den Körperkontakt nicht und an Einsatz mangelte es den St. Gallerinnen nicht. Nach einer Stunde kamen sie besser ins Spiel. Die Bälle erreichten ihre Abnehmerinnen und St. Gallen erarbeitete sich so einige Torchancen. Gleich mehrere Male kombinierten die NLA-Frauen gut und verfehlten nur knapp das Tor. Die vielen Zuschauer, welche trotz des schlechten Wetters gekommen waren, unterstützten das Team. Zwischenzeitlich verspürte man sogar eine Euphorie. Denn das Tor, welches zum Sieg verhelfen hätte können, lag in der Luft. Kurz vor Schluss setzte die spielstarke Jasmin Schweer ihren Schuss vom Strafraum knapp links am Pfosten vorbei. Es war die letzte Aktion des Spiels. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Wenn das Team weiterhin an sich arbeitet, wird der enorme Einsatz und Wille wohl bald mit einem Sieg belohnt.

Schwierige Zeiten für die NLA-Frauen (Tagblatt Online: 12. Februar 2016)

Morgen starten die beiden Ostschweizer Frauenteams Staad und St. Gallen in die Rückrunde der NLA. Staad empfängt in der Sportanlage Bützel um 16 Uhr den Tabellenleader FC Zürich, St. Gallen spielt um 17 Uhr zu Hause gegen Yverdon.

TOBIAS KRÜSI

FUSSBALL. Nach der dreimonatigen Winterpause beginnt für die NLA-Teams aus der Ostschweiz eine schwierige Zeit. Mit Staad auf dem achten und St. Gallen auf dem letzten Platz kämpfen beide gegen den Abstieg. Die Teams gehen aber positiv in die Rückrunde und glauben daran, den Ligaerhalt zu schaffen.

Das Team des FC Staad mit Trainerin Sissy Raith wird versuchen, den Schwung aus dem viertägigen Trainingslager in Mailand mitzunehmen und die Zürcherinnen zu ärgern. Es werde ein Spiel wie «David gegen Goliath», sagt die Deutsche. Trotz der Aussenseiterrolle möchte ihr Team präsent auftreten und Zürich ein Bein stellen. Es stehen mit den Spielen gegen Basel in der Meisterschaft und Yverdon im Cup zwei weitere schwierige Aufgaben auf dem Programm. Der Trainerin ist es daher sehr wichtig, dass man morgen versucht das Beste herauszuholen, um sich auf die bevorstehenden wichtigen Aufgaben vorzubereiten. «Morgen wird sich herausstellen, ob wir uns mit den Grossen messen können», sagt die frühere Spielerin und Trainerin des FC Bayern München. In der Hinrunde fehlte oft das Quentchen Glück, die Equipe spielte gegen viele gute Teams stark, konnte jedoch nur selten Punkte mit nach Hause nehmen. Raith ist sich sicher, dass das Ziel Finalrunde erreicht werden kann, sie denkt keineswegs über einen Abstieg nach. Gerne hätte sie jedoch am Ende der Hinrunde ein, zwei Punkte mehr auf dem Konto gehabt. Mit mehr Effizienz und dem Willen, ein knappes Spiel ins Positive zu drehen, möchte sie in der Rückrunde angreifen.

Wichtiges Spiel zum Start

St. Gallen startet mit einem sehr wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Yverdon, welcher sechs Punkte vor St. Gallen auf Platz neun steht. Wenn das Team um Trainer Beat Naldi nicht absteigen will, muss es zwingend gewinnen. «Wir müssen hier Zählbares holen», sagt der frühere FC-Basel-Trainer. Er spricht von einer schwierigen Situation: In der Woche vor der Partie fehlten ihm vier Spielerinnen im Training. Er bedauert, dass oft viele abwesend sind und andere Dinge dem Training vorziehen. Gerade bei einem schmalen Kader, wie es St. Gallen hat, sind dies nicht perfekte Voraussetzungen, um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. «Das Team macht immer zwei Schritte vorwärts, dann wieder einen zurück», sagt der 67jährige Pensionär. Die verpatzte Hinrunde begründet Naldi einerseits mit mangelnder spielerischer Qualität, andererseits sucht er den Fehler auch bei sich: «Ein Trainer wird an Siegen und Niederlagen gemessen, diese Bilanz sieht bei mir schlecht aus.» Trotz der schwierigen Lage macht es ihm immer noch Spass, das Team zu trainieren, gerade in Sachen Teamgeist hätten sie grosse Fortschritte gemacht. Er spricht von «tollen Mädels» und einem «super Klima» im Team. Ob er im Falle eines Abstiegs Trainer bei St. Gallen bleibt, lässt er offen.

Verbindung der Juniorenteams

Seit vergangenem Sommer sind die Juniorenteams der beiden Clubs vereint. Die U16-Equipen trainieren bereits zusammen, einmal in Staad und einmal in St. Gallen. Für die NLA-Trainer ist klar: Sollten beide Teams absteigen, wäre das schlecht für den Ostschweizer Frauenfussball. Viele gute Spielerinnen würden an die grossen Clubs verlorengehen. In der obersten Liga zu spielen, sei für die jungen Talente ein Privileg. Von der Fusion spüren die Trainer derzeit noch nicht viel. «Es ist ein längerfristiges Projekt. Wir müssen über Jahre konzentriert arbeiten, damit es Früchte trägt», sagt Raith. Sie spricht von einem guten Niveau und hofft, dass die vielen Talente in der Region bleiben. Spannend könnte es werden, wenn die beiden Teams im April zum Abschluss der Rückrunde aufeinandertreffen.

Wichtiges Spiel zum Start

St. Gallen startet mit einem sehr wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Yverdon, welcher sechs Punkte vor St. Gallen auf Platz neun steht. Wenn das Team um Trainer Beat Naldi nicht absteigen will, muss es zwingend gewinnen. «Wir müssen hier Zählbares holen», sagt der frühere FC-Basel-Trainer. Er spricht von einer schwierigen Situation: In der Woche vor der Partie fehlten ihm vier Spielerinnen im Training. Er bedauert, dass oft viele abwesend sind und andere Dinge dem Training vorziehen. Gerade bei einem schmalen Kader, wie es St. Gallen hat, sind dies nicht perfekte Voraussetzungen, um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. «Das Team macht immer zwei Schritte vorwärts, dann wieder einen zurück», sagt der 67jährige Pensionär. Die verpatzte Hinrunde begründet Naldi einerseits mit mangelnder spielerischer Qualität, andererseits sucht er den Fehler auch bei sich: «Ein Trainer wird an Siegen und Niederlagen gemessen, diese Bilanz sieht bei mir schlecht aus.» Trotz der schwierigen Lage macht es ihm immer noch Spass, das Team zu trainieren, gerade in Sachen Teamgeist hätten sie grosse Fortschritte gemacht. Er spricht von «tollen Mädels» und einem «super Klima» im Team. Ob er im Falle eines Abstiegs Trainer bei St. Gallen bleibt, lässt er offen.

Verbindung der Juniorenteams

Seit vergangenem Sommer sind die Juniorenteams der beiden Clubs vereint. Die U16-Equipen trainieren bereits zusammen, einmal in Staad und einmal in St. Gallen. Für die NLA-Trainer ist klar: Sollten beide Teams absteigen, wäre das schlecht für den Ostschweizer Frauenfussball. Viele gute Spielerinnen würden an die grossen Clubs verlorengehen. In der obersten Liga zu spielen, sei für die jungen Talente ein Privileg. Von der Fusion spüren die Trainer derzeit noch nicht viel. «Es ist ein längerfristiges Projekt. Wir müssen über Jahre konzentriert arbeiten, damit es Früchte trägt», sagt Raith. Sie spricht von einem guten Niveau und hofft, dass die vielen Talente in der Region bleiben. Spannend könnte es werden, wenn die beiden Teams im April zum Abschluss der Rückrunde aufeinandertreffen.

Zusammenarbeit FCSG Frauen und FC Staad Frauen

Die Verantwortlichen beider Klubs haben erkannt, dass die Nachwuchsförderung im Frau­enfussball auf höchstem Niveau nur erfolgreich betrieben werden kann, wenn die zwei er­folgreichsten Ostschweizer Vereine kooperieren. Dies ist auch die Auflage des Schweizeri­schen Fussballverbandes.

Beide Vereine können momentan nicht mit den besten NLA-Teams mithalten. Dies kann nicht zielfördernd für den Frauenspitzenfussball in der Region sein. Von daher gilt es die Kräfte im Nachwuchs zu bündeln, damit die guten Talente nicht zu anderen Vereinen wech­seln.

Die Fussballerinnen sollen nachhaltig und qualitativ auf höchsten Niveau ausgebildet und gefördert werden. Das ist das Kernziel der Kooperation. Darüber hinaus finden selbstverständlich Ge­spräche über eine weitere Zusammenarbeit statt, die auch der Vermeidung eventuell auftre­tender Interessenkonflikte dienen. Stand jetzt ist die Kooperation im Nachwuchs ist fixiert und wird entsprechend umgesetzt.

Unter dem Dach von Future Champs Ostschweiz (FCO) werden die Talente entsprechend gefördert und können von dessen Infrastruktur und dem Knowhow profitieren.

Die Zusammenführung der Mannschaften im Bereich U16 bis U19 wird durch eine Arbeitsgruppe unter der Führung von Roberto Schmid geplant und umgesetzt. Dieser Arbeitsgruppe gehören Vertreter der FCSG Frauen und des FC Staad an. Die gemeinsamen Trainings der U16-Mannschaften starten bereits im Januar 2016. Darüber hinaus sind bereits weitere Planungen im Gange, so wird die Zusammenführung der Mannschaften U17 und U19 auf die Saison 2016/2017 hin geprüft.

St. Gallen, 01.12.2015

Brigitta Mettler – FCSG Frauen, Präsidentin

Luc Haltner – FC Staad, Verantwortlicher Frauen

LFV – FCSG Frauen U16

Die Liechtensteinische U16 Frauen-Nationalmannschaft nimmt im Februar am UEFA Development Tournament in Malta teil und wird dort auf die Nationalteams von Aserbaidschan, Österreich und Malta treffen. Als Test für dieses grosse Turnier luden sie am vergangenen Wochenende den FCSG Frauen ein.

St. Gallen macht mehr für das Spiel

Bei kalten Temperaturen wollten beide Mannschaften nochmals zeigen, was sie drauf haben. Von Beginn weg lief der Ball in den Reihen der Grünweissen gut. Die Gegnerinnen hatten so ihre Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen.

Trotz mehr Spielanteilen schaute bisher wenig heraus. Nur gerade mal drei Chancen zählte man bis zur Pause. Aufgrund der Feldüberlegenheit etwas wenig, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Auf der anderen Seite tat sich die LFV-Auswahl schwer über mehrere Stationen zu kombinieren. Die St. Gallerinnen standen in der Defensive gut und liessen die Gastgeberinnen nur durch einen Fehler gefährlich werden. In der hintersten Reihe verloren die Gäste den Ball. Doch daraus konnten die Gastgeberinnen keinen Profit schlagen.

Bis zur Pause blieb es in Ruggell torlos und die Fans freuten sich auf einen heissen Kaffee.

Schöne Treffer zum Saisonschluss

Nach dem Pausentee für die Mädchen klappte es mit dem Tore schiessen. Der erste Abschlussversuch nach 52 Minuten von Walliser konnte Özcan S. noch knapp am Pfosten vorbei lenken. Beim anschliessenden Eckball war sie dann aber geschlagen. Via Kopf traf Musa zum 0:1.

Das Spiel wurde nun von Minute zu Minute umkämpfter. Keines der beiden Teams wollte das Spiel verlieren. St. Gallen behielt aber die Oberhand und erhöhte in der 65. Minute wiederum per Kopf zum 0:2. Torschützin dabei war Wittwen, die mit ihrem tollen Jubel die Fans zum Feiern brachte.

Die Fürstinnen fanden auch in der Folge kein Rezept, die gut stehende Abwehr der St. Gallerinnen zu knacken. Meist spielte sich die Partie in der Platzhälfte des Heimteams statt. So auch in der 75. Minute. Martin erkämpft sich den Ball auf der rechten Seite auf Höhe des Strafraums und wird darauf hin irregulär gestoppt. Di Gaetano setze sich den Ball und schoss das Leder direkt in die Maschen und zum 0:3.

Mit diesen tollen Toren geht für die Espenmädchen die Saison nun endgültig zu Ende. Sie bedanken sich bei den vielen Fans für die tolle Unterstützung und wünschen allen eine schöne Adventszeit.

Tore: 52. Musa D. 0:1; 65. Wittwen S. 0:2; Di Gaetano G. 0:3.

Aufstellung FCSG Mädchen: Wagenbach S. (Schips F.); Caputo N., Bejtovic B., Di Gaetano G.; Dzombic S., Musa D., Walliser A.; Wittwen S., Martin C. (Baumer N.); Gübeli M., Ehinger N. (Vujnic N).

Verwarnungen: 60. LFV-Auswahl (grobes Spiel)

St. Gallen, 23.11.2015

FC SG Frauen

SFV Blitzturnier Luzern

Am letzten Wochenende durften sich die U16-Mädchen dem SFV zeigen. Beim Blitzturnier haben sich diverse Nachwuchsmannschaften in Luzern gemessen.

Die St. Gallerinnen spielten gegen den FC Zürich, das Team Aargau und zum Schluss noch gegen den SC Derendingen Solothurn.

Alle der drei Spiele gingen Unentschieden aus. Vorrangig war jedoch nicht das Resultat, vielmehr zählte das Können der Fussballerinnen. Diese konnten teilweise mit super Kombinationsfussball oder Einzelaktionen glänzen, jedoch fehlte es oft an der Konstanz.

Ein langer Tag und ein noch längeres Fussballwochenende gingen um 20.00 Uhr zu Ende. Die Mädchen bedanken sich hierbei ganz herzlich bei den vielen mitgereisten Fans, die sie lautstark unterstützten.

Am nächsten Wochenende geht’s dann auch gleich wieder weiter. In Ruggell wartet am Samstag die LFV Auswahl. Anpfiff ist um 14.00 Uhr.

FC Zürich – FCSG Mädchen (1:1)

Tor: Mattle L.

FCSG Mädchen – Team Aargau (1:1)

Tor: Musa D.

SC Derendingen Solothurn – FCSG Mädchen (1:1)

Tor: Walliser A.

Im Kader der FCSG Mädchen: Schips F., Wagenbach S., Bejtovic B., Dietsche J., Caputo N., Schneider L., Walliser A., Musa D., Dzombic S., Keim J., Martin C., Di Gaetano G., Gübeli M., Vujnic N, Mattle L., Wittwen S., Müller L., Gubler M.

St. Gallen, 17.11. 2015

NLA – Wieder die Grenzen aufgezeigt bekommen

Für das letzte Spiel vor der Winterpause durften die Espenfrauen nochmals nach Schaffhausen fahren. Dort wartete kein geringerer Gegner als der Tabellenzweite aus Neunkirch auf die Grün Weissen. Dem Team von Beat Naldi war klar, das dieses letzte Spiel vor der Winterpause nochmals alles von jedem abverlangen würde, denn nur mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft würde man dem Gegner etwas ärgern können.

Sofort klar

Die Partie begann und sofort war klar, das Neunkirch verdient auf dem 2. Tabellenplatz steht, denn sie starteten mit hohem Tempo in die Partie und kamen direkt nach Anstoss zu ersten Torchance. St.Gallen war in den ersten paar Minuten noch gar nicht richtig auf dem Platz und etwas unkonzentriert. In der 4.Minute musste Gsell schon das erste Mal den Ball aus dem Netz holen. Neunkirch hatte den Ball im Mittelfeld erobert und spielte einen weiten Ball nach links aussen. Eine Spielerin von Neunkirch erlief den Ball und flankte weit in den Strafraum von St.Gallen, dort kam die Stürmerin von Neunkirch frei zum Abschluss und versenkte den Ball flach im langen Eck. 1:0 für Neunkirch. Die Espenfrauen fanden nicht in die Partie, standen zu weit weg von ihren Gegenspielerinnen, reagierten nur anstatt selber zu agieren, brauchten zu lange um den Ball zum nächsten freistehenden Mitspieler zu passen und die Passqualität liess zu wünschen übrig. Nach ca. 10 Minuten kamen die Grün Weissen dennoch besser ins Spiel und kamen auch das ein oder andere Mal gefährlich vor das Tor von Neunkirch. So hatte Schweer die Möglichkeit innerhalb des 16er ́s aufs Tor zu schiessen, verzog aber. Und Salaorni wurde einmal steil geschickt, doch ihr scharf getretener Pass in die Mitte fand keinen Abnehmer. In der 29. Minute hatten die St.Galler wieder den Ball im Mittelfeld, durch einen unnötigen Fehlpass lief man in einen Konter von Neunkirch und diese zeigten wie man so ein Geschenk annimmt. Sie schalteten blitzschnell um und schickten ihre Stürmerin mit einem Steilpass in den St.Galler 16’er, die Stürmerin erlief den Ball und schob ihn gekonnt rechts unten an der herauseilenden Gsell vorbei ins Tor. 2:0 für Neunkirch.

Nun demonstrierte der FC Neunkirch warum sie in der Tabelle soweit oben stehen, sie liessen die Espenfrauen kaum Luft holen, ein Angriff nach dem anderen rollte auf die Abwehr der Grünweissen zu. In der 39. Minute kam die Spielmacherin von Neunkirch ca. 25 Meter vor dem Tor an den Ball und kann unbedrängt den Ball auf das St.Galler Tor schiessen. Dieser Ball landet genau unter der Latte im Tor von Gsell. 3:0 für Neunkirch. Das ist zugleich auch der Halbzeitstand. Für die Espenfrauen war die erste Halbzeit zum Abhaken.

Die 2.konnte nur besser werden.

Man versuchte von der 46. Minute an wieder kompakter zu stehen, die Räume eng zu machen, die Zweikämpfe anzunehmen und bei Balleroberung schnell nach vorne umzuschalten.

Neunkirch war in den ersten 2-3 Minuten der 2. Halbzeit wieder spielbestimmend, konnte aber aus den Chancen kein Tor erzielen.

In der 48. Spielminute gelang den Grünweissen ein sehr schöner Spielzug. Rohner konnte in der eigenen Hälfte den Ball erobern und schickte Beerli auf der linken Seite steil. Beerli erlief den Ball und zog Richtung Neunkirchner 16’er. Die mitgelaufene Schweer konnte die Flanke von Beerli leider nicht erreichen, da die Verteidigerin von Neunkirch zuvor klären konnte. Danach hatte aber wieder Neunkirch das Zepter in der Hand. In der 59. Minute wurde ein Freistoss von St.Gallen genau auf die grossgewachsene Innenverteidigerin von Neunkirch geschlagen, diese köpfte den Ball in Richtung St.Gallern 16’er und dort stand wieder eine Stürmerin von Neunkirch als dankbare Abnehmerin. Ihr Schuss landete prompt im St.Galler Gehäuse. 4:0 für Neunkirch. Danach spielte Neunkirch munter weiter,nahm aber etwas das Tempo raus und wurde dann auch noch etwas unkonzentriert und ungenau im Abspiel. Dies nutzten die Espenfrauen dann auch in der 81. Minute aus. Fässler spritzte in einen Querpass der weitaufgerückten Neunkirchnerinnen an der Mittellinie rein und lief mit dem Ball alleine Richtung Neunkirchner Torfrau. Diese hatte beim Schuss von Fässler keine Abwehrchance. Anschlusstreffer für den FCSG. 4:1. Danach erspielten sich die Grün Weissen nochmals eine sehr gute Torchance, als sich Salaorni auf der rechten Seite durchsetzen konnte und den Ball auf die mitgelaufene Fehr spielte, doch der Schuss von Fehr ging knapp am Tor vorbei. So blieb es beim Endergebnis von 4:1 für den FC Neunkirch.

Die Espenfrauen gehen nun in die Winterpause, werden aber dennoch durch viele Trainingseinheiten in diesem Jahr weiter an sich arbeiten, denn es steht eine sehr schwierige Rückrunde im neuen Jahr an.

Danke Nadine Fässler

Der FC St.Gallen möchte sich noch ganz herzlich bei Nadine Fässler bedanken, die heute ihr letztes Spiel für den FCSG gemacht hat. Sie war in den vergangenen Jahren eine feste Stütze des Teams und wird nun zum neuen Jahr hin eine andere Laufbahn einschlagen wird.

Nadine wir wünschen dir alles alles Gute für deinen beruflichen wie auch privaten Lebensweg. Machs gut!

Tor: 4. Bunter 1:0, 29. 2:0 Lagonia; 39. Ondrusova 3:0; 59. Wagner 4:0; 81. Fässler 1:4

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell,Caviezel, Bischof,Iseli,Rohner,Stäbler, Fehr, Fässler,Salaorni (85. Koretic), Beerli (76.Wirth),Schweer (60. Alfaré)

Aufstellung FC Neunkirch: Bruderer, Tieber, Schmid, Harsanyova, Rodrigues, Bunter, Wagner, Cerovska, Ondrusova, Szuh, Laoginia

Verwarnungen:
St. Gallen, 14.11.2015

U16 – Nachwuchs verschläft erste Halbzeit, kämpft sich nochmals ran, aber verliert trotzdem.

Heute reiste GC Zürich ins Espenmoos. Die Zürcherinnen spielten sicheren Kombinationsfussball, was es den St. Gallerinnen sichtlich schwer machte, ins Spiel zu finden. In der zweiten Halbzeit legten sie jedoch etwas zu und verloren am Schluss nur knapp.

GC spielt Fussball, SG schaut zu.

Das Spiel wurde etwas später angepfiffen, da sich die Bekleidung der Gäste noch auf dem Weg befand. Vor vielen Zuschauern und bei herrlichem Herbstwetter, legten die Blauweissen dann richtig los und liessen den Gegner laufen. Nach zwei Minuten kamen sie das erste Mal vors Tor. Der Abschlussversuch landete jedoch in den Händen von Schips.

Man sah schnell, dass der Gast versuchte mit herrlichen Kombinationen den Gegner auszuspielen. Mit sicheren Pässen spielten sie sich auch in der 6. Minute durch und krönten ihren Angriff mit dem ersten Tor. In diesem Stile ging‘s weiter. St. Gallen schien mit der Spielweise der Gäste etwas überfordert. Zu passiv agierten sie und ermöglichten es den starken Zürcherinnen in die offenen Räume zu spielen.

GC war präsenter, lauffreudiger und ballsicherer als die Espenmädchen. Im Allgemeinen einfach besser. Nach 23. Minute spiegelte sich das auch im Resultat. Nach einem Eckball gegen die Ostschweizerinnen lag der Ball zum zweiten Mal im Kasten. Eine Zürcherin kam ungehindert zum Abschluss und hämmerte das Leder in die Maschen.

Die St. Gallerinnen versuchten in der Folge auch etwas mehr nach vorne zu machen. Meist waren es jedoch Einzelaktionen, die für etwas Gefahr sorgten. Musa und auch Di Gaetano versuchten es aus der Distanz. Ihre Abschlüsse verfehlten jedoch das Tor. Ganz anders auf der anderen Seite. Nach einen halben Stunde jubelten die Gäste wieder. Nach dem sie die Defensive ausgetanzt hatten, kamen sie alleine vor Schips zum Abschluss. Ihr blieb keine Abwehrchance.

Das 0:3 war total verdient und sie setzten sogar noch einen drauf. In der 39. Minute gelang den Gästen das 0:4.

Schon beinahe in der Pause kämpften sich die St. Gallerinnen vors Gästetor. Der Abschlussversuch wurde abgefälscht und landete im Goaliaus. Dies war der zweite Eckball für die Grünweissen und Deborah Musa versenkte das Leder per Kopf im GC-Tor. Die Aufholjagt konnte beginnen.

St. Gallen holt auf

Nachdem man die erste Halbzeit meist nur dem Ball hinterher gelaufen war, wollte man in der zweiten Hälfte endlich Fussballspielen und den Fans zeigen, was man drauf hatte.

Die Espenmädchen versuchten in der Folge die Räume enger zu machen, um den Gegnerinnen weniger Zeit fürs Kombinieren zu lassen. Dies gelang besser, doch muss man auch anmerken, dass die Zürcherinnen etwas nach liessen. Die Pässe waren nicht mehr so präzise wie in der ersten Halbzeit.

Auf jeden Fall kamen die Grünweissen besser ins Spiel und zwangen die Gegnerinnen zu Fouls. In der 57. Minute wurde Di Gaetano von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoss verwertete Keim direkt zum viel umjubelnden 2:4.  Ein herrlicher Treffer, der den Mädchen nochmals Schwung gab.

Doch auch die Gäste kamen ab und zu, nicht mehr so häufig wie in der ersten Halbzeit, vors St. Galler Tor. Meist wurden die Abschlussversuche geblockt oder Wagenbach hielt. Hinten hielt man bis zum Schluss dicht.

Und vorne ging noch was… erneut ein Eckball und erneut ein Tor. Diesmal stand Carla Martin goldrichtig. Ihr wuchtiger Kopfball landete ohne Abwehrchance im Goal. Und plötzlich war man wieder dran, 3:4. Wer hätte das gedacht nach der ersten Halbzeit?

Daraufhin hielten beide Teams ihren Kasten sauber und so blieb es beim 3:4 für den Grasshopper Club Zürich.

Bezeichnend für dieses Spiel waren die drei Standardtore der Platzherrinnen. St. Gallen wurde heute nur durch Standardsituationen gefährlich, aus dem Spiel heraus gelang ihnen sehr wenig. Kämpferisch hielt man in der zweiten Halbzeit dagegen, doch waren die Blauweissen spielerisch deutlich überlegen und hätten höher gewinnen müssen.

Am Schluss war es jedoch eine knappe Niederlage für Grünweissen.

Morgen reisen die Mädchen nach Luzern, um am Blitzturnier erfolgreicher zu sein. Beginn für die Mädchen ist um 11.05 Uhr.

Die Mädchen können sich auf viel Support freuen.

Tore: 06. GC Zürich 0:1; 23. GC Zürich 0:2; 30. GC Zürich 0:3; 39. GC Zürich 0:4; 40. Musa D. 1:4; 57. Keim J. 2:4; Martin C. 3:4.

Aufstellung FCSG Mädchen: Schips F. (Wagenbach S.); Bejtovic B., Dietsche J., Caputo N., Schneider L.; Walliser A., Musa D., Dzombic S. (Keim J.), Martin C. (Di Gaetano G.); Gübeli M. (Ehinger N.), Vujnic N.

St. Gallen, 14.11. 2015

 

U16 – Die St. Gallerinnen hielten dagegen

Bei herrlichem Fussballwetter gastierte der FCSG in Zürich. Die Zürcherinnen spielten in der Meisterschaft ziemlich erfolglos in er ersten Stärkeklasse: Mit einem Punkt stehen sie am Tabellenende. Umso wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis gegen die St. Gallerinnen. Der Gast schenkte den Zürcherinnen jedoch nichts.

Abtasten zu Beginn

Das Spiel begann recht ausgeglichen. Der erste Abschlussversuch sah man nach 10 Minuten. Bejtovic kam als hinterste St. Gallerin stark unter Druck und verlor den Ball. Dies blieb jedoch ohne Folgen, der Abschlussversuch landete neben dem Tor.

Die St. Galler Fans mussten eine viertel Stunde warten, bis ihr Team das erste Mal gefährlich vors Zürcher Tor kam. Ein Pass von Gübeli durch die Schnittstelle hebelte die Defensive des Heimteams aus. Walliser kam jedoch nicht wie gewünscht vors Tor, sodass ihr Schuss im Ballfang landete.

Die Platzherrinnen versuchten hinten rum über die Torhüterin aufzubauen. Dabei gerieten sie immer mal wieder unter Druck. In der 21. Minute hätten die St. Gallerinnen beinahe davon profitieren können. Nach der Balleroberung im Sechzehner schoss Mattle die gut stehende Torhüterin an. So blieb es weiterhin torlos.

Der FCZ hatte sehr wenige Chancen und kam er mal gefährlich vors Gästetor, so wurden die Abschlussversuche meist geblockt. Obwohl sich St. Gallen mehr Möglichkeiten erspielte, blieben auch die Gäste bis zum Pausenpfiff ohne Torerfolg.

Der FCZ mit Mehr druck aus der Pause, Die st. gallerinnen hielten jedoch dagegen

Der Gastgeber machte zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr für‘s Spiel. In der 45. Minute wurden sie für ihren Aufwand belohnt. Auf der rechten St. Galler Seite spielten sie sich schön durch. Schips konnte den Abschluss nicht genügend ablenken und so landete dieser im Tor. Nur kurze Zeit später hätte das Heimteam noch erhöhen können. Der Schuss aus aussichtsreicher Position verfehlte das Ziel jedoch. St. Gallen blieb aber dran und kam in der 57. Minute mit Mattle über die rechte Seite. Das Zuspiel von Di Gaetano nahm sie direkt mit und marschierte in Richtung Tor. Gekonnt schoss sie das Leder an der Torhüterin vorbei in die Maschen zum 1:1 Ausgleich.

Wie schon in den Spielen zuvor, taten sich die St. Gallerinnen schwer bei Standardsituationen. Insbesondere bei Eckbällen. So auch in der 69. Minute. Ein Eckball für die Gastgeberinnen hatte es in sich. Die Situation im St. Galler Strafraum war total unübersichtlich. Es dauerte einige Sekunden bis die Grünweissen den Ball aus der Gefahrenzone brachten. Dies aber auch nur auf kosten eines weiteren Eckballs für die Züricherinnen. Der hohe Ball wurde auf den hinteren Pfosten getreten, wo drei Spielerinnen frei standen. Via Pfosten und Latte landete der Abschluss im Kasten der Gäste.

Die Ostschweizerinnen lagen nun wieder hinten und wieder liessen sie sich nicht beirren. Sie spielten und kämpften weiter und wurden in der 78. Minute dafür belohnt. Di Gaetano lancierte mit ihrem Einwurf Vujnic auf der linken Seite. Diese setzte sich bis in den Strafraum durch und erst die Torhüterin konnte sie stoppen. Der Abpraller landete vor den Füssen von Walliser. Diese verwertete den Ball zum 2:2.

Dabei blieb es bis zum Schluss. Der FCZ und der FCSG trennten sich mit einem 2:2 Unentschieden.

Am kommenden Wochenende treffen die beiden Teams in Luzern gleich nochmals aufeinander. Am Samstag spielen die St. Gallerinnen jedoch noch gegen den Grasshopper Club Zürich. Um 12.00 Uhr ist Anpfiff im Espenmoos. Das Blitzturnier am Sonntag in Luzern beginnt für die Ostschweizerinnen um 11.05 Uhr. Dabei treffen sie wie erwähnt auf den FC Zürich, auf das Team Aargau und auf den SC Derendingen Solothurn.

Tore: 45. FC Zürich 1:0; 57. Mattle L. 1:1; 71. FC Zürich 2:1; 78. Walliser A. 2:2.

Aufstellung FCSG Mädchen: Wagenbach S. (Schips F.); Martin C. (Schneider L.), Dietsche J., Caputo N., Bejtovic B.; Dzombic S., Musa D., Walliser A., Di Gaetano G.; Gübeli M. (Vujnic N.), Mattle L.

 

Brigitta Mettler, erste Frau im Verwaltungsrat des FC St. Gallen (Tagblatt Online: 4. November 2015)

Brigitta Mettler, erste Frau im Verwaltungsrat der FC St.Gallen AG. 
An der gestrigen Generalversammlung wurde mit Brigitta Mettler erstmals eine Frau in den Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG gewählt. Die 42jährige Thurgauerin ist seit Ende September Präsidentin der Frauenabteilung des FC St. Gallen, welche kürzlich in die Strukturen der FC St. Gallen AG und ins Nachwuchsprojekt FCO eingegliedert wurde. Mettler werde dank ihrer Erfahrung als selbständige Unternehmensberaterin mithelfen, die Strukturen im Frauenfussball der Region zu professionalisieren, sagte FC-St. Gallen-Präsident Dölf Früh gestern. (rst)

„Ich muss mich nicht umgewöhnen“

Die Unternehmensberaterin Brigitta Mettler ist neu im Verwaltungsrat des FC St.Gallen. Sie soll dem hiesigen Frauenfussball bessere Strukturen geben. Die 42-Jährige spricht über die nötigen Schritte – und über das Arbeiten in einer Männerdomäne.

Ralf Streule

Frau Mettler, bis vor kurzem hatten Sie nichts mit Fussball am Hut. Nun sind Sie plötzlich Präsidentin der Frauenabteilung des FC St.Gallen und Verwaltungsrätin. Was ist passiert?

Brigitta Mettler: Als ich vom Verein angefragt wurde, aus der Frauenabteilung eine professionelle Organisation zu machen, war für mich die Antwort klar. Das wollte ich tun. Ich beschäftige mich beruflich mit Unternehmensfragen und gleichzeitig ist es meine Leidenschaft, Strukturen für Frauen zu stärken. Da nehme ich gerne zwanzig bis dreissig Prozent ehrenamtliche Arbeit auf mich.

Was genau ist Ihr Auftrag?

Mettler: Der Frauenfussball hat einen tieferen Stellenwert als Männerfussball, daran wird sich nichts ändern. Die Frauen holen aber auf. Es geht nun darum, die Strukturen so festzulegen, damit die Frauen auch beim FC St.Gallen ein besseres Umfeld erhalten.

Was heisst das konkret?

Mettler: Die Frauen des NLA-Teams arbeiten alle Vollzeit, und sie trainieren daneben täglich. Das sind andere Voraussetzungen als bei den Männern. Löhne wird man den Frauen auch künftig nicht zahlen können, aber wir können ihnen mehr bieten. Wir wollen Ressourcen des Männerteams nutzen, bei der Förderung des Nachwuchses oder im medizinischen Bereich. Die drei Frauenteams – die U16, U19 und das NLA-Team – trainieren und spielen im Espenmoos. Vielleicht kann man teilweise ins Gründenmoos ausweichen, um von der Infrastruktur zu profitieren.

Wird der St.Galler Frauenfussball damit erfolgreicher? Die NLA-Frauen stehen am Ende der Tabelle.

Mettler: Langfristig sicher. Mit solidem Aufbau ist auch im Frauenfussball mehr möglich. Nicht von heute auf morgen, aber es geht bei meiner Arbeit vor allem um langfristige Ziele.

Werden Sie auch bei Entwicklungen rund um die erste Mannschaft der Männer Einfluss nehmen?

Mettler: Ich werde sicher nicht gleich alles verändern wollen. Aber als Nichtfussballkennerin und Frau sehe ich vielleicht einiges anders als Eingefleischte.

Nun gibt es im Männerfussball nicht selten ein gewisses Macho-Gehabe. Ertragen Sie dumme Männersprüche?

Mettler: Das stört mich nicht, ich bin beruflich in Männerdomänen unterwegs. Manchmal muss man bei gewissen Bemerkungen zwar schon zweimal hinhören. Aber ich werde mich nicht umgewöhnen müssen. Wenn, dann eher die Männer (lacht). Ich kann ziemlich gut kontern.

Werden Sie nun, da Sie im Fussball-Umfeld zu Hause sind, selber mal die Schuhe schnüren?

Mettler: Mit Sicherheit nicht. Als ich das Amt angenommen habe, sagten Bekannte von mir: «Solange du nicht selber spielst…».

(rst)